Fockenbollwerkstraße  Sanierung des Regenwasserkanals wird teurer

| | 26.03.2023 19:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die ersten Rohre sind schon im Baustellenbereich angekommen. Foto: Romuald Banik
Die ersten Rohre sind schon im Baustellenbereich angekommen. Foto: Romuald Banik
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Anfang April soll es mit der Verlegung losgehen. Weil der Einbau kompliziert ist, geht die Stadt nun von Baukosten von über zwei Millionen Euro aus.

Aurich - Anfang April soll mit dem Einbau des neuen Regenwasserkanals unter der Fockenbollwerkstraße begonnen werden. Die ersten Rohre dafür liegen bereits im Bereich der Baustelle am Kreisel, wie Ehlke Ubben von der Auricher Stadtentwässerung auf ON-Nachfrage sagte.

Der neue Regenwasserkanal wird allerdings teurer als im vergangenen Oktober angenommen. Laut Ubben steht die Stadt noch in Gesprächen mit der beauftragten Baufirma. Und deshalb stehe die endgültige Summe noch nicht ganz fest. „Es wird eine zwei vor dem Komma stehen, keine eins.“

Konflikt zwischen Schmutzwasser- und Abwasserleitung

Im Oktober hatte der Auricher Bürgermeister Horst Feddermann darüber informiert, warum die Stadtverwaltung sich während der schon laufenden Baustelle entschieden hat, den Regenwasserkanal entgegen der ursprünglichen Planung doch zu erneuern. Damals lag die erste grobe Kostenschätzung bei 890.000 Euro. Laut Feddermann beinhaltete diese Summe jedoch nur die Erneuerung des Kanals an sich – so, als wäre er von Anfang an in den Planungen beinhaltet gewesen. Die Kosten der neuen Planung und des längeren Einsatzes der Baufirma standen damals noch nicht fest.

Laut Ubben hätten sich im Laufe der Planung einige Dinge ergeben, die den Einbau der Rohre komplizierter machen – und damit teurer. So seien der Baugrund und die Baugrubenentwässerung anspruchsvoll. Hinzu komme, dass der Abwasser- und der Regenwasserkanal in etwa auf der gleichen Höhe liegen.

Die Arbeiten an der südlichen Straßenseite neigen sich langsam dem Ende zu. Parallel wird schon am Kreisel gebaut. Foto: Romuald Banik
Die Arbeiten an der südlichen Straßenseite neigen sich langsam dem Ende zu. Parallel wird schon am Kreisel gebaut. Foto: Romuald Banik

Für das Abwasser aus den Hausanschlüssen wird daher an der einen Straßenseite eine parallele Leitung gelegt, die den Regenwasserkanal nur an wenigen Stellen kreuzt. Dieser zusätzliche Aufwand schlägt auch beim Preis zu Buche. Die Baufirma wird unter anderem größere Fahrzeuge einsetzen müssen.

Immerhin: Die Straße kann laut Ubben stadteinwärts für den Kraftverkehr weiterhin offen bleiben. Und bei der Bauzeit geht die Stadtverwaltung höchstens von geringfügigen Verzögerungen aus.

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