Debatte im Auricher Kreistag Tarifangleichung für KVHS Norden wird geprüft
Gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordern SPD und CDU/FDP für mehrere hundert Mitarbeiter in Norden. Freie Wähler und Grüne wollten jedoch eine schnellere Entscheidung.
Aurich/Norden - Bis zum Herbst soll die Auricher Kreisverwaltung prüfen, welche finanziellen Auswirkungen eine Tarifangleichung der Mitarbeiter der Kreisvolkshochschule Norden auf das Niveau der KVHS Aurich hätte. Das hat der Auricher Kreistag mit einer breiten Mehrheit von 32 zu 14 Stimmen beschlossen. Einen entsprechenden Antrag hatten SPD und CDU/FDP gestellt. Freie Wähler und Grüne hatten dagegen gefordert, die Tarifangleichung zum 1. Januar 2024 umzusetzen.
Hintergrund: 2019 hatte der Kreistag beschlossen, dass sich die Tarife der Norder KVHS-Mitarbeiter schrittweise denen der Auricher Kollegen angleichen sollen. Eigentlich sollte dieser Prozess bis 2022 abgeschlossen sein – ist er offenbar aber bislang noch nicht vollständig.
Freie Wähler: Prüfung nicht notwendig
Hans-Gerd Meyerholz (Freie Wählergemeinschaft, Aurich) sagte, die von SPD und CDU/FDP geforderte Prüfung sei nicht notwendig, da die Kosten bereits ermittelt worden seien. 2015 hätten diese nach Berechnungen der Verwaltung jährlich gut eine Million Euro betragen, so Meyerholz.
„Ziel muss sein, das immer noch bestehende Unrecht möglichst schnell zu beenden“, sagte Meyerholz. Seine Fraktion beantragte, den Haustarif der KVHS Norden zum 31. Dezember 2023 außer Kraft zu setzen und ab 1. Januar die Mitarbeiter nach dem Tarif der Auricher KVHS-Mitarbeiter zu bezahlen. Angelika Albers (Grüne, Rechtsupweg) sagte, das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, das SPD und CDU/FDP nun forderten, sei schon seit acht Jahren Beschlusslage. „Das ist aber nicht umgesetzt worden. Das ist erschreckend und muss mal geklärt werden.“