Verkehr in Südbrookmerland  Wo die Gemeinde die nächsten Schlaglöcher stopfen will

| | 17.03.2023 17:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Werner Janßen (links) und Sascha Kruse. Foto: Janssen
Werner Janßen (links) und Sascha Kruse. Foto: Janssen
Artikel teilen:

Seit Jahren saniert die Gemeinde sukzessiv ihr Straßennetz. Wo die nächsten Schlaglöcher gestopft werden sollen, ist nun Thema in der Politik.

Südbrookmerland - Andere Städte und Gemeinden machen es sich vergleichsweise einfach: Um ihre Straßen zu sanieren, erheben sie Anliegerbeiträge oder erhöhen die Grundsteuer. Auch in Südbrookmerland wurden bis 2016 Straßenausbaubeiträge erhoben.

Nachdem sich Anwohner des Schwarzen Weges erfolgreich gegen den Ausbau ihrer Straße gewehrt hatten, für den sie allesamt ordentlich zur Kasse gebeten worden wären, schaffte der Rat die Beiträge ganz ab. Nicht wenige haben das Gefühl, dass seitdem in der Gemeinde so viele Straßen ausgebaut wurden wie noch nie. Auch, weil Politik und Verwaltung anhand einer Prioritätenliste langfristig planen. Am Donnerstag ist der Straßenausbau wieder Thema im zuständigen Fachausschuss.

Schwarzer Weg steht auf der Liste

Unterschieden wird in Südbrookmerland zwischen Maßnahmen, die vom Bauhof erledigt werden und solchen, die durch Firmen abgearbeitet werden. Das ist meist dann der Fall, wenn es sich um große Maßnahmen handelt, oder wegen des Verkehrsaufkommens möglichst schnell gehen muss. Jahr für Jahr entscheidet die Politik, welche Straßen als nächstes in Angriff genommen werden.

Blickt man auf die Liste mit den Sanierungen, die durch Firmen übernommen werden sollen, springt einem bei den bereits beschlossenen Maßnahmen sofort der Schwarze Weg ins Auge. Die Straße also, die in desolatem Zustand ist, seit dem Bürgerentscheid der zum Fall der Straßenausbaubeitragssatzung führte, jedoch kaum angerührt wurde. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber, dass lediglich die Sanierung des Fuß- und Radweges auf einem Teilstück beschlossen wurde. Ebenfalls beschlossen ist die Sanierung des Erlenweges, des Ritzweges und des Mittelweges. Und danach?

Prioritätenliste soll weitergeführt werden

Weitere Beschlüsse für Sanierungen durch Firmen gibt es bislang nicht. Das soll sich ändern. Die Prioritätenliste soll fortgeschrieben werden. In der Vergangenheit hatte es dazu häufiger auch Bereisungen des Bauausschusses gegeben, der sich vor Ort ein Bild von verschiedenen Straßen gemacht hat. Das ist diesmal nicht geplant. Allerdings enthält die vorliegende Liste noch einige Punkte, die abgearbeitet werden sollen. Beispielsweise den Alander Weg, den Kirchenweg und Brauers Trift. Letzterer wurde erst kürzlich wieder zum Gesprächsthema.

Anwohner Kai-Uwe Münkenhove hatte sich im Gemeinderat erkundigt, wann sich die Situation dort endlich verbessert. Es gebe Probleme mit aufschlagenden Autos. Außerdem müssten Anwohner ihre Mülltonnen an die Bundesstraße bringen, was wegen des schlechten Zustandes der Gemeindestraße nur schwer möglich sei. Vertreter der Südbrookmerlander Bürgerliste machten sich im Anschluss vor Ort ein Bild und sagten ihre Unterstützung zu. Ortsvorsteher Johann Schoolmann (FWG) hatte zudem bereits im September einen entsprechenden Antrag gestellt.

Reichlich Arbeit für Südbrookmerlander Pflasterkolonne

Noch sieben offene Maßnahmen weist die Liste für Arbeiten der Pflasterkolonne des Bauhofs aus. Dazu gehört unter anderem der Fuß- und Radweg am Langen Weg in Bedekaspel. Dort sind die Arbeiter seit einiger Zeit im Einsatz. Allerdings sollen die Arbeiten nun zunächst unterbrochen werden, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt. Stattdessen werden die Arbeiter am Fuß- und Radweg am Schwarzen Weg eingesetzt. Um Kosten zu sparen, solllen sie dort unter anderem etwa 350 Meter Bordsteine setzen, bevor eine Fachfirma die weiteren Arbeiten übernimmt.

Darüber hinaus stehen Pflasterarbeiten auf einem Teilstück der Theener Straße an, das wegen starker Versackungen aktuell mit Warnbaken gesichert ist. Auch an der Siebelshörner Straße und am Lammershörn gibt es für die Pflasterkolonne noch Arbeit.

Welche Straßen in welcher Reihenfolge saniert werden, ist Teil der Beratungen im Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr. Die nächste Sitzung findet am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Rathaus statt. Sie ist öffentlich. Einwohner der Gemeinde haben unter anderem die Möglichkeit, sich in der Einwohnerfragestunde danach zu erkundigen, ob es Pläne für ihre Straße gibt. Und auch für andere politische Themen kann die Einwohnderfragestunde genutzt werden.

Ähnliche Artikel