Es geht um Transsexualität Im Auricher Kino läuft am Mittwoch „Oskars Kleid“
Im Zuge der Frauenwochen startet eine besondere Vorführung. Andrea Flessner gibt eine Einleitung und beantwortet Fragen. Sie war 45 Jahre ein Mann und lebt heute als Frau.
Aurich - Der Junge Oskar trägt am liebsten ein gelbes Sommerkleid. Außerdem will er auch nicht Oskar, sondern Lili genannt werden. Der Kinofilm „Oskars Kleid“ erzählt nicht nur die Geschichte dieses Jungen, sondern auch die eines überforderten Vaters, der mit der grundlegenden Identitätssuche seines Kindes plötzlich seine eigenen Vorstellungen über Geschlechterrollen und Diversität in Frage stellt. Der Streifen läuft am Mittwoch, 8. März, ab 19.30 Uhr im Aurich Kino. Dabei gibt es mehr als nur einen Film.
Mit humorvollen und nachdenklichen Zwischentönen widmet sich der Film der Thematik von Transgender-Kindern und ihrer Suche nach Akzeptanz von Familienmitgliedern. Für sie gelte es einer Mitteilung des Kulturbüros der Stadt Aurich zufolge zu verstehen, „dass ihr Kind nicht nur eine Phase durchmacht“.
Selbsthilfegruppe „Fielappers“ unterstützt Transsexuelle
Bei der Veranstaltung im Zuge der Auricher Frauenwochen ist auch die transsexuelle Andrea Fleßner von der Selbsthilfegruppe „Fielappers“ dabei. Sie wird einleitende Worte sprechen und im Anschluss Fragen der Besucher beantworten, teilt das Kulturbüro der Stadt mit.
Andrea Fleßner ist Anfang 50 und lebt seit Oktober 2015 als Frau. Mehr als 45 Jahre hat sie den Angaben zufolge „ein ganz normales Leben als Mann geführt“. Sie habe allerdings schon im Kindergarten gewusst, dass sie anders sei. Allerdings habe sie das nicht so richtig einordnen können. Sie engagiert sich seit 2015 in der transsexuellen Selbsthilfe. Die Gruppe Fielappers bietet laut der Mitteilung einen geschützten Raum, in dem ganz offen über alle Themen rund um die Transsexualität gesprochen wird.