Wallinghausen im Kommen SVW-Trainer hält sein Team für „elanvoll und begeisterungsfähig“
Weshalb der Wallinghausener Trainer Ewald Mühlenbrock in seiner jungen Bezirksliga-Elf viel Potenzial sieht. Eine Mannschaft mit einem Alleinstellungsmerkmal.
Wallinghausen – Zuversichtlich blickt der Wallinghausener Trainer Ewald Mühlenbrock auf den bevorstehenden Start in den zweiten Teil der Bezirksligasaison. Der Nachfolger des SVW-Langzeittrainers Sven Bünting stellt für sein Zwischenfazit nach seiner bisher acht Monate währenden Amtszeit seinen Daumen nach oben. Mühlenbrock sagt auf Nachfrage der Ostfriesischen Nachrichten: „Da, wo wir jetzt stehen, gehören wir auch hin.“
Er meint damit den fünften Platz nach 19 Spielen. Ein positiver Moment, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Mühlenbrock weiß: „Da ist noch mehr drin. Die Mannschaft hat Qualität und ist entwicklungsfähig.“
Viele Studenten schaffen ein Handicap
Eine junge Formation mit einem Alleinstellungsmerkmal. Fast die Hälfte des Kaders studiert außerhalb und kann in der Woche nicht am Training in Wallinghausen teilnehmen. Was bleibt, ist das Abschlusstraining am Freitag und das Punktspiel am Wochenende. Die Mannschaft hat sich trotz dieses Handicaps in der Spitzengruppe der Liga etabliert. Schaut Mühlenbrock auf die Tabelle, dann stellt er trocken fest: „Wir liegen 17 Punkte vor der Abstiegszone und sind sechs Punkte von Platz zwei entfernt.“
Sein Blick richtet sich nach oben und auf das erste Punktspiel im neuen Jahr. Es steht ein Heimspiel am Sonntag, 5. März, an. Der SVW bekommt es mit der Topmannschaft der Liga TuS Esens zu tun. Ein Kracher zum Auftakt.
Duell gegen Spitzenreiter gilt als wegweisend
„Das ist für uns ein richtungsweisendes Spiel. Wenn wir Esens besiegen sollten, dann wäre das für uns ein starker Impuls für die folgenden Aufgaben“, so der SVW-Trainer. Vielleicht eine Initialzündung für den Kampf um einen noch besseren Platz in den Top fünf der Bezirksliga. Vor Wallinghausen rangieren neben Spitzenreiter Esens die Mannschaften aus Großefehn, Middels und Pewsum.
Das sind für Mühlenbrock Mannschaften, die belastbarer und erfahrener als seine junge Wallinghausener Crew daherkommen. Gleichwohl müssen die Grün-Weißen nach Ansicht ihres Trainers nicht in Ehrfurcht vor diesen namhaften Clubs erstarren. Grund: Wallinghausen verfügt über andere Qualitäten. Mühlenbrock führt die Adjektive „temporeich, elanvoll und begeisterungsfähig“ ins Feld. Keine Frage, die Mannschaft habe das Potenzial für höhere Aufgaben. Als Vorbild dient ihm Grün-Weiß Firrel, die „einen klasse Fußball“ in der Landesliga spielten. In drei, vier Jahren könne Wallinghausen auch auf diesem Niveau spielen, glaubt der SVW-Coach.
Positive Signale für neue Saison
Ob er auch in der kommenden Saison die Grün-Weißen trainieren wird, ist noch nicht entschieden. Abschließende Gespräche mit dem SVW-Vorstand stehen noch an. Gleichwohl signalisierte Mühlenbrock den ON gegenüber, dass seine Bereitschaft, weiterzumachen, sehr hoch sei. Auch deshalb, weil, er sich eng mit dem Verein und den Spielern verbunden fühle. Auch von Vereinsseite kommen positive Signale. Dazu merkt Vorstandsmitglied Florian Börnsen auf ON-Nachfrage an: „Von unserer Seite kann es mit ihm weitergehen.“ Auch deshalb, weil der Trainer für „seine Arbeit brennt und die Mannschaft akribisch und mit großem Einsatz betreut“, lobt Börnsen.
Bis zum Saisonende hat sich Mühlenbrock zwei Ziele vorgenommen. Er möchte unbedingt gegen keine der anderen Mannschaften zweimal verlieren. Damit wären bis zum Saisonende Niederlagen gegen Esens, Großefehn, Holtland, Middels und Wiesmoor unerwünscht. Eine fordernde Aufgabe. Darüber hinaus will sich Mühlenbrock mit seiner jungen Mannschaft wieder für den Ostfriesland-Cup qualifizieren, um sich für das frühe Aus 2022 im Achtelfinale zu revanchieren.
Kader eingedampft
Der zum Saisonbeginn üppig bestückte Kader der Wallinghausener ist in der Winterpause etwas kleiner geworden. Nach Auskunft von Mühlenbrock verließen folgende Spieler den Verein: Rune Bünting (TuS Westerende), Julian Schneemilch (TuS Sandhorst), Pascal Meyer (SC Wiesens). In der Winterpause gab es keine Zugänge. Unterm Strich sei der Kader aber immer noch top aufgestellt, so Mühlenbrock.
Der Verein setzt in Zukunft weiter verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Dazu zählen Malte Folkers und Finn Ottersberg, die mehr Spielzeiten erhalten sollen.
Darüber hinaus gesellen sich zur neuen Saison einige A-Jugendliche des SVW zum Herrenteam dazu. Gute Aussichten, bleibt nur noch die Frage zu klären, ob Mühlenbrock in seine zweite Saison beim SVW geht.