Auricher Politikerin zu Landtagsdebatte  CDU-Abgeordnete fordert Zurückdrängung des Wolfs

| | 24.02.2023 16:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch in Ostfriesland ist der Wolf angekommen. Foto: DPA
Auch in Ostfriesland ist der Wolf angekommen. Foto: DPA
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Saskia Buschmann und die CDU-Fraktion wollen, dass das Raubtier in bestimmten Fällen geregelt abgeschossen werden darf. Sie verlangen außerdem besseren Schutz der Jäger vor öffentlichem Druck.

Aurich/Hannover - Effektivere Maßnahmen, darunter rechtmäßige und geregelte Abschüsse, gegen die weitere Ausbreitung des Wolfs in Niedersachsen fordert die Auricher Landtagsabgeordnete Saskia Buschmann (CDU). Das „Wolfsmanagement“ der rot-grünen Landesregierung sei mangelhaft und müsse effektiver werden, schreibt Buschmann in einer Mitteilung. Am Donnerstag wurde im Landtag in Hannover auf Antrag der CDU über das Thema diskutiert.

Im vergangenen Jahr wurden laut Buschmann bei fast 250 Wolfsangriffen insgesamt 685 Tiere getötet. Es sei Aufgabe der Politik, die Interessen des Artenschutzes und der ländlichen Kulturlandschaft sowie der Menschen im Blick zu behalten.

Geregelte Abschüsse und Elektrozäune gefordert

Alleine aus Präventionsgründen sei ein effektives Wolfsmanagement wichtig. „Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass es auch in Ostfriesland, aufgrund der zögerlichen Regierung zu Vorfällen wie in Visselhövede kommt“, schreibt Buschmann. In dem Ort im Landkreis Rotenburg war laut Medienberichten eine 24-jährige Radfahrerin von drei Wölfen verfolgt worden.

Die Auricher CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Buschmann. Foto: Romuald Banik
Die Auricher CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Buschmann. Foto: Romuald Banik

„Wölfe müssen durch geregelte Entnahmen und Elektrozäune ihre natürliche Scheu zurückgewinnen. Wenn nicht jetzt gehandelt wird, ist es bald zu spät, dem Wolf durch gezielte Entnahmen zu begegnen“, fordert Buschmann zusammen mit der CDU-Fraktion.

Buschmann: Wolf aus Küstenregion verdrängen

Für die ostfriesische Küstenregion müsse zudem geprüft werden, den Wolf aus Gründen des Küstenschutzes wieder zu verdrängen, so Buschmann. Europäische Nachbarländer machten erfolgreich vor, wie man die Wolfspopulation managen kann.

Scharfe Kritik üben Buschmann und die CDU an der Entscheidung der Landesregierung, Ausnahmegenehmigungen für Wolfs-Abschüsse vorher öffentlich zu machen. Über diese Entscheidung von Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sei die Jägerschaft zurecht erbost. Das gefährde die Sicherheit der Jäger und erschwere deren Mitwirkungsbereitschaft bei der Regulierung der Wolfsbestände.

„Rückschlüsse auf Person der Jäger unterbinden“

„Aus unserer Sicht müssen Rückschlüsse auf die Person aus der Jägerschaft selbst durch vorherige Veröffentlichung der Reviere unterbunden werden. Auch wenn der Jäger dem öffentlichen Druck standhält, muss man bedenken, dass seine Angehörigen ebenfalls diesem Druck ausgesetzt werden“, schreiben Buschmann und die CDU.

Sie sei froh, dass der Entschließungsantrag der CDU-Fraktion zum Thema Wolf am Donnerstag mit breiter Mehrheit in den Umwelt- und Agrarausschuss verwiesen wurde. „Damit ist die Grundlage für eine weitere zielorientierte Arbeit an diesem Thema gegeben“, meint Buschmann.

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