Nächste Runde in Südbrookmerland Roboter-Krach bringt SPD-Mann auf die Palme
Nächste Runde im Roboter-Krach in Südbrookmerland: Aussagen aus dem Rathaus bringen einen SPD-Mann auf die Palme. Mit scharfen Worten greift er den Bürgermeister an.
Südbrookmerland - Zu einem echten Politikum scheint sich der Südbrookmerlander Mähroboter-Krach zu entwickeln. Erbost reagiert SPD-Fraktionschef Hange Ukena auf eine Stellungnahme der Gemeinde Südbrookmerland. „Das macht mich richtig sauer“, so Ukena gegenüber den ON. Die Gemeindeverwaltung hatte sein Vorgehen indirekt als „fahrlässig und oberflächlich“ bezeichnet.
In dem Streit geht es um die Beschaffung von Mährobotern für die Rasensportplätze in der Gemeinde. Die fußballspielenden Vereine hatten sich zusammengetan und gemeinsam beantragt, in den nächsten Jahren mehrere Mähroboter zu beschaffen. So sollte einerseits Geld gespart und andererseits die Beschaffung geregelt werden. Das Problem: Laut Gemeindeverwaltung war der Antrag unzureichend. Die einzelnen Vereine hätten stattdessen eigene Anträge stellen und Beschreibungen und Angebote mitliefern müssen. Der SV Engerhafe tat dies und wurde entsprechend in den Haushaltsberatungen berücksichtigt. Der SV Georgsheil geht hingegen in diesem Jahr leer aus.
Hange Ukena: „Leider wird Zusammenarbeit gerne mit Füßen getreten.“
Dass der gemeinsame Antrag nicht ausreicht, streitet Ukena nicht ab. Was ihn aber stört ist, dass es diesbezüglich seitens der Gemeindeverwaltung keinen Hinweis gab. Gerade im Antragswesen sei es dringend erforderlich, dass die Antragsstellenden über Mängel am Antrag informiert würden. „Ein kurzer Anruf hätte genügt und die Unterlagen wären nachgereicht worden“, so Ukena. Und weiter: „Dass der Bürgermeister der Gemeinde das anscheinend nicht so sieht, stimmt mich traurig.“ Eine Verwaltung habe die Beteiligten zu informieren, falls etwas unvollständig sei. Sein Anspruch sei, eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu schaffen, so Ukena. „Leider wird Zusammenarbeit gerne mit Füßen getreten.“
Bürgermeister Thomas Erdwiens beweise mit seinem Verhalten, wie wenig kritikfähig er sei, so Ukena. „Ich bin einfach nur wütend über die Art und Weise. Da werden Anträge wohl einfach in die Schublade oder in die „Ablage P“ gelegt, falls diese nicht vollständig sind. So geht das nicht.“
Verein sucht Gespräch mit der Gemeindeverwaltung
Im Falle des SV Georgsheil werde nun ein neuer Antrag erfolgen, damit schlussendlich dann alles gut werde, so Ukena, der dazu nach eigenen Angaben bereits Kontakt mit dem SV Georgsheil aufgenommen hat.
Dort will man in der Sache nun zunächst das Gespräch mit der Gemeindeverwaltung suchen. Um dem nichts vorwegzunehmen, wollte sich Vereinsvorsitzender Gerold Wienekamp vorerst nicht öffentlich zu der Angelegenheit äußern.
Dass bei einem solchen Gespräch herauskommt, dass die Georgsheiler noch in diesem Jahr einen Mähroboter bekommen, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Der Haushalt steht und soll kommende Woche beschlossen werden.
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