Personenverkehr Aurich-Abelitz Bahn-Studie soll noch dieses Jahr vorliegen
Monatelang fand der Landkreis kein Ingenieurbüro für ein neues Gutachten. Nun gibt es eine Lösung, die schnelle Ergebnisse bringen soll. Widerstand kündigt ein SPD-Politiker aus Südbrookmerland an.
Aurich - Eine neue Machbarkeitsstudie zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Aurich-Abelitz soll noch in diesem Jahr vorliegen. Man wolle den Auftrag voraussichtlich in den nächsten zwei, drei Wochen vergeben, sagte der Leiter des Kreisstraßenamtes, Matthias Hayen, am Montag im Kreis-Umweltausschuss.
Darüber stehe man in Verhandlungen mit dem Ingenieurbüro Emch+Berger (Hannover), das bereits beim geplanten, aber dann geplatzten Bahn-Ausbau 2014/15 beteiligt war. Aus der damaligen Untersuchung lägen bereits 63 Ordner mit „Grundlagenwisssen“ vor, so Hayen. Zu den Kosten wollte er noch keine Angaben machen, da man noch in Vergabeverhandlungen sei. Nach Angaben des Büros soll eine Fertigstellung innerhalb der nächsten acht Monate, also bis Jahresende möglich sein.
Die Suche nach einem Planungsbüro gestaltete sich schwierig, weil die Unternehmen derzeit bundesweit stark ausgelastet sind.
Straßenbahnsystem vor allem für Moordorf ein Vorteil
Untersucht werden soll vor allem die neue Idee eines kombinierten Bahn/Straßenbahnverkehrs („Tram-Train-System“). „Das wäre gerade im Nadelöhr in Moordorf mit vielen Bahnübergängen von Vorteil“, sagte Hayen. Bei einer Straßenbahn wären weniger technische Sicherungen notwendig. Trotzdem müsse untersucht werden, welche Bahnübergänge geschlossen werden müssten.
Außerdem sollen ein möglicher Fahrplan, Taktzeiten und die Zahl der Zustiegsmöglichkeiten untersucht werden, so Hayen. Ganz wichtig sei zudem eine schalltechnische Untersuchung, die den Lärm von Bahnstrecke und Bundesstraße untersucht.
Kreispolitiker aus Südbrookmerland ganz klar gegen Bahnpläne
Hinrich Albrecht (SPD, Südbrookmerland) machte deutlich, dass er ganz klar gegen die Bahnpläne ist. „Die Bahn fährt in eine Sackgasse. Moordorf würde zweigeteilt. So etwas Sinnloses wollen die Menschen nicht“, schimpfte Albrecht.
Olaf Wittmer-Kruse (Grüne, Krummhörn) dagegen lobte: „Toll, dass das jetzt in die Gänge kommt.“ Die Bahn könne auch der Anbindung der Zentralklinik dienen.