Politik berät erneut  Lösung für Auricher Osterstraße gesucht

| | 19.02.2023 19:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Dieses Bild ist zwar nicht mehr aktuell, verdeutlich aber, wie viel an der Ecke Georgswall/Osterstraße schon weggerissen wurde. Foto: Romuald Banik
Dieses Bild ist zwar nicht mehr aktuell, verdeutlich aber, wie viel an der Ecke Georgswall/Osterstraße schon weggerissen wurde. Foto: Romuald Banik
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Die Auricher Verwaltung will die Baulücken baldmöglichst schließen. Zum einen gibt es für das Parkhausgrundstück eine neue Idee. Und hinter einem anderen Projekt tauchen Fragezeichen auf.

Aurich - Alles auf Anfang? So klingt es fast, wenn man die Beschlussvorlagen liest, die am Mittwoch im Auricher Bauausschuss besprochen werden sollen. Darin heißt es zum einen, dass die Verwaltung den Bebauungsplan 298 für den Bereich zwischen östlicher Osterstraße und Georgswall noch einmal ändern will.

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Wie berichtet, ist an der Einfahrt zum Georgswall bisher ein Parkhaus vorgesehen. Aus Sicht der Verwaltung soll trotz der bestehenden Beschlüsse noch einmal grundlegend überlegt werden, ob diese Fläche nicht sinnvoller für Wohnen genutzt werden könnte. Damit würde ein Ziel der Altstadtsanierung – die Ausweitung des Wohnens in den Randbereichen der Altstadt – erreicht werden, heißt es in der Vorlage.

Überlegungen für den Fall, dass der Ursprungsplan scheitert

Eng zusammen hängt dieses Ansinnen mit einem zweiten Projekt an der Stelle: Ein Investor hatte sich bei einem Interessenbekundungsverfahren nicht nur für das Parkhaus-Grundstück, sondern auch für eine danebenliegende Fläche für oberirdische Parkplatze sowie die Häuser 28-30 (früherer Kik-Markt, heute Zwischenraum), 32 (früher Zoo Meyer), 34 (früher Reinigung) und 36 (früher Jamessons Pub) beworben. Der Stadtrat fasste im Februar 2021 den Beschluss, alle drei Flächen an ihn zu verkaufen – damals sogar mit großer Eile, weil es hieß, der Investor wolle unbedingt gleich loslegen.

Eine Baulücke klafft seit Monaten zwischen dem Gebäude und dem neuen Kunstschulstandort (links). Dort sollte der Gang vom Parkhaus zur Osterstraße verlaufen. Foto: Heino Hermanns
Eine Baulücke klafft seit Monaten zwischen dem Gebäude und dem neuen Kunstschulstandort (links). Dort sollte der Gang vom Parkhaus zur Osterstraße verlaufen. Foto: Heino Hermanns

Doch darauf deutet bislang nichts hin. In einer zweiten Beschlussvorlage wird das Interessenbekundungsverfahren erneut thematisiert: Der potenzielle Investor habe signalisiert, den Bau eines Parkhauses nicht umsetzen zu wollen. Zudem seien die Grundstücksverhandlungen für alle drei Teilflächen bislang nicht zum Abschluss gekommen. Deshalb soll die Politik über das weitere Vorgehen beim Parkhausgrundstück und für den gesamten Komplex nachdenken. Es sei wichtig, die Lücken in der Osterstraße baldmöglichst zu schließen, so Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß.