Fußballbezirksliga Middelser Trainer scheidet zum Saisonende aus
Middelser Coach Bruno Mönck hört beim TuS nach nur einer Spielzeit wieder auf. Der 62-Jährige nennt drei Gründe für seine Entscheidung.
Middels – Zum Saisonende ist Schluss: Bruno Mönck, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Middels, wird sein Amt beim Tabellendritten über die laufende Serie nicht fortsetzen. Im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten sagte Mönck: „Mein Plan ist es, im Sommer eine intakte Mannschaft an meinen Nachfolger zu übergeben.“ Damit endet sein Engagement in Middels nach nur einer Spielzeit. In der Vorsaison hatte Uwe Langheim die Gelb-Schwarzen trainiert.
Er trat Ende September 2021 nach einer mageren Bilanz zurück. Der Sportliche Leiter Sven Glöckner übernahm das Traineramt bis zum Saisonende kommissarisch. Glöckner war es auch, der Mönck für die Saison 2022/23 zum TuS holte. Nun läuft die Beziehung zwischen Mönck und Middels zum Saisonende aus.
Kräftezehrende Hinrunde
Mönck nannte mehrere Motive für seine Entscheidung. Dabei stach ein Grund heraus: „Es war für mich keine einfache Hinrunde. Das Personal war knapp. Wir mussten immer wieder Lücken im Kader schließen. Das hat mich sehr beschäftigt und war für mich sehr kräftezehrend.“ Darüber hinaus führte der 62-Jährige sein Alter ins Feld – und ein weiteres Hobby. Er geht gerne mit seiner Frau mit dem Wohnmobil auf Reisen. Bis er wieder auf Entdeckungstour geht, hat er aber noch einen Auftrag bei den Gelb-Schwarzen zu erfüllen.
Nach dem Ende der Winterpause stehen noch 15 Spiele mit Middels auf dem Kalender. Der TuS hat auf Spitzenreiter Esens einen Rückstand von zehn Punkten. „Das ist schon eine große Nummer. Wir müssen sehen, was da noch geht und wer weiß, wie wir und die anderen Mannschaften nach der Pause in den Rhythmus kommen. Und es geht auch darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln.“
Co-Trainer im Team
Für die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil hat Mönck einen Kotrainer an seine Seite bekommen. Tobias Ryl heißt der neue Mann im Middelser Funktionsteam. Beide kennen sich über die Arbeit als DFB-Stützpunkttrainer. Mönck freut sich auf Ryl und meinte: „Das macht einiges in der Trainingsarbeit leichter. Vier Augen sehen mehr als zwei. Wir können uns austauschen und die Mannschaft intensiver betreuen.“
Einen weiteren Zuwachs im Betreuerteam vermeldete Mönck mit dem Physiotherapeuten Andreas Fregin, der zum TuS nach einer kurzen Pause zurückgekehrt ist. Davon verspricht sich der Trainer ein Plus für die Fitness und eine bessere Genesung verletzter Spieler. Betreuungsbedarf ist da, so Mönck, weil sich beispielsweise der wiedergenesene Marco Voigt und der Wiesmoorer Neuzugang Jan Lakeberg noch im Aufbautraining befinden und Unterstützung von Fregin gut gebrauchen könnten.
Neuzugang aus den Niederlanden
In der Schwebe ist mit dem Angreifer Terick Monsanto (19) noch ein möglicher Neuzugang aus den Niederlanden. Die TuS-Verantwortlichen warten noch auf die Spielberechtigung.
Nach dem Kreuzbandriss von Amar Karan wird Mönck noch länger auf seinen zentralen Mittelfeldspieler verzichten müssen. Nach der Kreuzband-OP steht noch ein zweiter Eingriff bei Karan an. Mit Folgen: Mönck muss erneut improvisieren und nach einem Spieler Ausschau halten, der im TuS-Mittelfeld die Fäden zieht.
Mitte der Woche musste Mönck ein Testspiel beim Ligakonkurrenten SpVg Aurich absagen. Es fehlte ein Großteil der Mannschaft wegen Schichtarbeit und unterschiedlicher Krankheiten. Ein für Middels bekanntes Problem als Folge eines kleinen Kaders. Für Mönck eine ärgerliche Sache, aber lieber jetzt als zum Punktspielstart am Sonntag, 5. März, gegen Leer, flachste der scheidende Trainer.