Wassersport und Freizeit  Neuer Preis für Bootspass in kommender Saison

| | 14.02.2023 13:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Boot fährt beim Kukelorum in Rahe durch die Schleuse. Foto: NLWKN
Ein Boot fährt beim Kukelorum in Rahe durch die Schleuse. Foto: NLWKN
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Das Pilotprojekt Bootspass soll Abläufe beim Schleusen auf dem Ems-Jade-Kanal vereinfachen. Von dem Angebot profitieren nicht nur Wassersportler.

Aurich/Leer - Das Pilotprojekt Bootspass wird in diesem Jahr fortgeführt – mit einem neuen Pauschalpreis. Der Bootspass kostet einheitlich nur noch 40 Euro pro Wasserfahrzeug, heißt es in einer Mitteilung der Anbieter. Die bisherige Staffelung von 40 und 70 Euro entfällt. Der 2022 eingeführte Bootspass erlaubt Wassersportlern ein Durchfahren der Brücken und Schleusen Ems-Jade-Kanal und Nordgeorgsfehnkanal ohne zusätzliche Gebühren.

Das Pilotprojekt bezeichnen die Anbieter nach einem Jahr als Erfolg. Im Ergebnis habe der Boots-Pass zu vereinfachten Abläufen an den Schleusen, einer besseren Kostendeckung und einem „attraktiven Pauschalangebot“ für regionale Wassersportler und Gäste geführt, so der Tenor.

Noch Potenzial bei Auswärtigen

Entwicklungspotenzial machen die Projektpartner nach dem ersten Jahr bei der Nutzung des Bootspasses durch auswärtige Gäste des Wassersportreviers aus. Diese können das neue Pauschalangebot in den Tourist-Informationen in Emden, Wilhelmshaven, Friedeburg und Leer buchen – eine Möglichkeit, von der im Pilotjahr noch zurückhaltend Gebrauch gemacht wurde. „Touristische Angebote brauchen erfahrungsgemäß allerdings durchaus zwei bis drei Jahre, bis sie sich am Markt wirklich durchsetzen“, weiß die Leiterin der Ostfriesland Tourismus GmbH, Imke Wemken. Die Touristiker der OTG erhoffen sich vom im vergangenen Jahr eingeführten Boots-Pass nicht zuletzt eine Steigerung der Attraktivität Ostfrieslands als Wassersportdestination. Doch nicht nur Wassersportler profitieren von diesem neuen Angebot.

Auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Betreiber der beiden Wasserstraßen, die sich im Eigentum des Landes befinden, zieht ein positives Fazit: „Berücksichtigen wir die über die Verbände für ihre Mitglieder eingegangenen Zahlungen, die nach wie vor möglichen Einzelabrechnungen pro Schleusengang und die unterstützenden Finanzierungsbeiträge der Städte, Gemeinden und Tourismusorganisationen, standen uns im vergangenen Jahr im Vergleich zur Vorsaison unterm Strich mehr Mittel zur Verfügung, um die aufwändige Unterhaltung und den Betrieb der Anlagen zu finanzieren“, so Axel Daubenspeck vom NLWKN in Aurich. Der Landesbetrieb sieht sich bei seinen 15 Schleusen und 74 Brücken in der Region seit Jahren mit deutlich steigenden Energie- und Betriebskosten konfrontiert.

Wo die neue Vignette erhältlich ist

Erhältlich ist die neue Vignette, die für die Schleusenwärter gut sichtbar an der Steuerbordseite des Führerstands befestigt werden muss, ab 15. Februar über das Team Wassersport Ostfriesland (Kontakt: André Grünebast, two-gruenebast@gmx.de), den Regionalverband Segeln Weser-Ems (Kontakt: hans.hueser@gmail.com) sowie in den Tourist-Informationen in Emden, Wilhelmshaven, Friedeburg und Leer. Beim Bezug über das TWO und den RVS W-E fallen zusätzlich vier Euro für den versicherten Postversand an.

Wassersportler, die Mitglied im Deutsche Motoryachtverband (DMYV) oder der dort angeschlossenen Sportbootvereinigung (SBV) sind, haben auch in der neuen Saison die Möglichkeit, die im Bootspass enthaltenen Gewässer mit ihren Verbandsflaggen zu befahren. Diese sind in der Regel zwei Jahre gültig und gegen eine Versandgebühr von drei Euro beim entsprechenden Dachverband erhältlich. „In diesem Fall wird der Beitrag von 40 Euro je Boot vom Verband für seine Mitglieder übernommen“, erklärt Helmut von Veen (DMYV).

Partner des Projektes sind der NLWKN, der Landesverband Motorbootsport (LMN), der DMYV, der Regionalverband Segeln Weser-Ems e.V. (RVS W-E), das Team Wassersport Ostfriesland (TWO) und die OTG.

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