Andere Idee  Aufstockung des Auricher Schützenhauses ist vom Tisch

| | 14.02.2023 06:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Anbau des Schützenhauses (links im Bild) sollte nach dem Vorbild des vorderen Teils aufgestockt werden. Zwischen dem Gebäude und dem provisorischen Zaun soll die Zufahrt zum rückwärtigen Parkplatz Platz finden. Foto: Heino Hermanns
Der Anbau des Schützenhauses (links im Bild) sollte nach dem Vorbild des vorderen Teils aufgestockt werden. Zwischen dem Gebäude und dem provisorischen Zaun soll die Zufahrt zum rückwärtigen Parkplatz Platz finden. Foto: Heino Hermanns
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Um im Winter einen Platz für die große Bogenschützenabteilung zu schaffen, sollte das Schützenhaus höher werden. Doch nun werden andere Pläne verfolgt.

Aurich - Wie im vergangenen Oktober berichtet, will sich der Schützenverein angesichts der großen Veränderungen auf dem angrenzenden Grundstück des Einkaufszentrums mit XL-Combimarkt und mehreren kleineren Fachgeschäften neu aufstellen. Der Schützenverein hat vor einigen Monaten Teile seines Grundstücks, auf dem sich das Einkaufszentrum und die dazugehörige Parkfläche befinden, verkauft und will dieses Geld nun für eine Modernisierung des Schützenhauses nutzen.

Im Oktober hieß es, dass der Anbau mit dem Großkaliberschießstand um ein Mansardgeschoss aufgestockt werden soll, um dort eine Halle für die Bogenschützen zu schaffen. Der Großkaliberstand soll mit einer modernen digitalen Anlage ausgestattet werden.

Änderung aus finanziellen Erwägungen

Ob diese Aufstockungs-Pläne sich mit dem geltenden B-Plan aus dem Jahr 1988 vertragen würden, hätte noch geprüft werden müssen. Doch so weit ist es gar nicht mehr gekommen. Der Auricher Schützenverein hat laut dem Vorsitzenden Stefan Dunkmann die Pläne inzwischen geändert. Das liege aber nicht an den baurechtlichen Vorgaben, sondern an finanziellen Erwägungen.

Zwar habe der Verein vor ein paar Jahren von der Stadtverwaltung im Kontext mit dem Grundstückverkauf zugunsten der Einzelhandelsentwicklung am Pferdemarkt mündlich Flexibilität zugesagt bekommen, so Dunkmann. Aber nun sei ohnehin eine andere Lösung angestrebt.

Baugrenzen sollen im Rahmen des Zulässigen ausgenutzt werden

Der Verein sei mit dem Architekten im Gespräch, wie die zulässigen Baugrenzen so ausgenutzt werden können, dass die Bogenschützen ebenerdig Platz auf dem Grundstück finden. „Derzeit ist ein Obergeschoss nicht mehr geplant“, so Dunkmann. „In gewissem Maß“ lasse der Bauteppich Spielraum. „Diese Lösung wäre am unkompliziertesten, denn wir müssten nicht warten, bis der neue B-Plan vorliegt.“

Mit den Bauplänen hat die derzeitige Räumaktion auf dem Grundstück laut Dunkmann nichts zu tun. Wo freigeräumt sei, entstehe vielleicht ein Gärtchen zum Kaffee trinken. Vor allem gehe es aber um die Vorbereitung der Parkflächen. Der Schützenverein will direkt an die Rückwand des Schützenhauses angrenzend einen Parkplatz für seine Mitglieder anlegen, dessen Zufahrt direkt am Schützenhaus entlang führen soll. So sei man unabhängig vom Parkplatz des Einkaufszentrums. Für den Parkplatz ist allerdings eine Baugenehmigung erforderlich.

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