Millionen-Bauprojekt in Emden  Größter Solarpark für Wasserstoff-Wirtschaft geplant

| | 02.02.2023 17:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf diesen Flächen des landeseigenen Hafenbetreibers N-Ports, auf dem sich bislang nur Enercon-Windräder drehen, soll der Riesen-Solarpark entstehen. Foto: Aiko Recke
Auf diesen Flächen des landeseigenen Hafenbetreibers N-Ports, auf dem sich bislang nur Enercon-Windräder drehen, soll der Riesen-Solarpark entstehen. Foto: Aiko Recke
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Wasserstoff gilt als größter Hoffnungsträger der Energiewende. Von einem Projekt in Emden sollen zum Beispiel Busse der Auricher Kreisbahn und Tankstellen in Aurich und Georgsheil profitieren.

Emden/Aurich - Auf dem Wybelsumer Polder bei Emden soll der größte Solarpark Niedersachsens entstehen. Auf einer Fläche von rund 90 Hektar sollen 170.000 Photovoltaik-Module aufgebaut werden, kündigten die Verantwortlichen der Energiepark Emden GmbH am Donnerstag an. Das Besondere: der Großteil des Stroms aus der Anlage soll für die Herstellung von Wasserstoff genutzt werden. Dieser wiederum soll an Score-Tankstellen in Emden, Aurich, Georgsheil, Norden als Kraftstoff genutzt werden können. Die Auricher Kreisbahn soll außerdem zwei Wasserstoff-Busse bekommen und diese auf der Linie zwischen Aurich und Emden einsetzen.

Stellten die Pläne für den Wasserstoff-Solarpark vor (von links): Eugen Firus und Mauritz Brons (beide Energiepark Emden), der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Jens Rötteken (Energiepark Emden). Foto: Aiko Recke
Stellten die Pläne für den Wasserstoff-Solarpark vor (von links): Eugen Firus und Mauritz Brons (beide Energiepark Emden), der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Jens Rötteken (Energiepark Emden). Foto: Aiko Recke

Für die Wasserstoff-Produktion sollen mehrere Elektrolyseure gebaut werden: Der erste auf dem Gelände des Statkraft-Kraftwerks im Emder Hafen, ein zweiter auf einem ehemaligen Bundeswehr-Gelände an der Knock.

Investitionen von mehr als 87 Millionen Euro

Allein der Solarpark hat eine Investitionssumme von rund 67 Millionen Euro, der erste Elektrolyseur von rund 20 Millionen Euro. Die Investoren hoffen, dass der Solarpark im Jahr 2025 gebaut werden kann. Der erste Elektrolyseur am Kraftwerk und die erste Wasserstoff-Tankstelle an der Emder Frisiastraße sollen bereits 2024 in Betrieb gehen.

Die Solarmodule werden inmitten des Windparks Wybelsumer Polder aufgestellt, der in den 1990er-Jahren einer der größten Europas war. Die dortigen Enercon-Anlagen sollen mittelfristig durch neuere ersetzt werden („Repowering“). Die Flächen gehören der landeseigenen Hafengesellschaft N-Ports.

Ziel ist, im Rahmen des Projekts H2 Nord eine Wasserstoff-Infrastruktur für Ostfriesland zu schaffen, mit Wind- und Solarparks, Elektrolyseuren, Tankwagen und Tankstellen. Abnehmer des grünen Wasserstoffs sollen etwa Busunternehmen, Speditionen, Schiffahrt und Industrie sein.

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