Neubau der Auricher Anklagebehörde  Einzug der Staatsanwälte verzögert sich

| | 02.02.2023 12:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Von außen sieht es fertig aus, das neue Gebäude der Staatsanwaltschaft Aurich. Foto: Romuald Banik
Von außen sieht es fertig aus, das neue Gebäude der Staatsanwaltschaft Aurich. Foto: Romuald Banik
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Nach vielen Jahren der Planung und dem Baubeginn im Frühjahr 2020 steht der Neubau an Julianenburger Straße/Schlossplatz vor der Fertigstellung. Doch nun gibt es in einem Bereich offenbar Probleme.

Aurich - Eigentlich sollte er Anfang des Jahres über die Bühne gehen. Doch jetzt verzögert sich der Umzug der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Aurich in das neue Gebäude an Julianenburger Straße/Schlossplatz um unbestimmte Zeit. Zwar solle das Gebäude Ende März an die Staatsanwaltschaft übergeben werden, teilte eine Sprecherin des niedersächsischen Justizministeriums in Hannover auf ON-Anfrage mit.

„Allerdings wird es vorerst noch nicht zum Einzug der Behörde kommen, da zuvor noch Mängelarbeiten vorgenommen werden müssen.“ Und weiter: „Wann die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen final einziehen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.“

Sanierungskonzept erwartet

Wie die Leiterin der Staatlichen Baumanagement Nord-West, Cristina von Pozniak-Bierschenk auf ON-Nachfrage mitteilte, gehe es um eine Mängelbeseitigung im Keller. Hier erwarte man in den nächsten Tagen ein Sanierungskonzept auf Basis von Gutachten.

Wie berichtet, steht der markante Neubau nach vielen Jahren der Planung und dem Baubeginn im Frühjahr 2020 kurz vor der Fertigstellung. 50 Mitarbeiter der Anklagebehörde, die bisher größtenteils in der Außenstelle an der Emder Straße im früheren Polizeigebäude saßen, sollen bald schrittweise umziehen.

Akten und Asservate sollen mit umziehen

Wie die Verantwortlichen vom Staatlichen Baumanagement im Oktober bei einem Ortstermin berichteten, ist der Neubau vollständig unterkellert. In den Keller werden dreieinhalb Kilometer Akten und Asservate aus Strafverfahren eingelagert, die bislang im Garagentrakt der Außenstelle Emder Straße untergebracht waren.

Die Baukosten hatten sich in den vergangenen zwölf Jahren verdreifacht. 2010 war noch von 3,5 Millionen Euro die Rede, 2014 von 6,5 Millionen Euro, 2018 von 7,8 Millionen Euro, 2019 dann von 8,4 Millionen Euro, Ende 2021 von neun Millionen Euro – und die bislang letzte Schätzung aus dem Oktober 2022 lag bei rund 10,5 Millionen Euro.

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