Plan vorgestellt  So soll die neue Kita in Neu-Ekels aussehen

| | 27.01.2023 17:51 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 4 Minuten
So könnte die neue Kita in Neu-Ekels einmal aussehen. Welche Materialien verbaut werden und wie genau zum Beispiel Fenster und Türen angeordnet werden, steht allerdings noch nicht fest. Grafik: Gemeinde Südbrookmerland
So könnte die neue Kita in Neu-Ekels einmal aussehen. Welche Materialien verbaut werden und wie genau zum Beispiel Fenster und Türen angeordnet werden, steht allerdings noch nicht fest. Grafik: Gemeinde Südbrookmerland
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Lange wurde gerungen, nun gibt es die ersten Pläne. Wie die neue Kita in Neu-Ekels aussehen soll und was sie besonders macht.

Südbrookmerland - Nein, was die Versorgung mit Kita-Plätzen betrifft, hat die Gemeinde Südbrookmerland in den vergangenen Jahren sicher keine gute Figur gemacht. Jahr für Jahr gingen viele Familien leer aus. Nach und nach soll sich das nun ändern. Einrichtungen wurden erweitert, damit neue Gruppen Platz finden. Am Donnerstag wurden nun die Pläne für einen großen Wurf vorgestellt: ein Neubau in Neu-Ekels.

Die Dimensionen sind beeindruckend: Von einer Grundfläche von 44 mal 44 Metern geht Architektin Antje Borchert bei dem geplanten Neubau aus. Entstehen soll das Gebäude auf einer Freifläche hinter der früheren Grundschule in Neu-Ekels. Bevor sich der Gemeinderat zu der Entscheidung durchringen konnte, hatte es eine kontroverse Diskussion gegeben. Die einen wollten unbedingt einen Neubau, andere argumentierten, dass die Zahl der benötigten Plätze in den kommenden Jahren schrumpfen werde. Und wiederum andere wollten das Geld lieber in die Verbesserung alter Einrichtungen in der Gemeinde stecken. Am Ende gab es einen Kompromiss: Die Kita ist zwar als Ersatzneubau für den DRK-Kindergarten in Theene gedacht. Die bisherige Einrichtung wird aber weiter betrieben, solange der Bedarf dafür da ist. Die Pläne, die Architektin Antje Borchert am Donnerstag im Südbrookmerlander Bauausschuss vorstellte, beeindruckten die Anwesenden. Trotz der frühen Phase der Planungen wirkte bereits vieles gut durchdacht. Kein Wunder, denn die Planerin holte von Anfang an das Landesjugendamt und die Kita-Leitung aus Theene mit ins Boot. Gemeinsam wurde abgewogen was wünschenswert, was nötig und was bezahlbar ist.

Viel Platz für Stromerzeugung

Die Kosten waren am Ende das Einzige, was den Blick der Politiker auf das Projekt etwas trübte. Rund 6,6 Millionen Euro soll das neue Gebäude kosten – nach derzeitigem Stand der Planungen. Bauamtsleiter Konke Wienekamp geht aktuell davon aus, dass das veranschlagte Geld reichen wird. Man habe einige Sicherheiten eingerechnet und gehe zudem davon aus, dass sich die Marktlage etwas entspannen werde. „Wenn wir einen Neubau wollen, dann muss dafür Geld ausgegeben werden.“

Laut Plan soll ein vierflügeliges Gebäude mit einem großen Innenhof entstehen. Dieser soll vor allem als Spielfläche für den Krippenbereich genutzt werden. Große Dachflächen ließen sich für die Energieerzeugung durch Photovoltaik nutzen, sodass der benötigte Strom direkt auf dem Gebäude produziert werden kann. Eine Spielfläche für die Kindergartenkinder soll außerhalb des Gebäudekomplexes, ebenfalls auf der Freifläche hinter der alten Schule, entstehen.

Schulhof soll erhalten bleiben

Den ehemaligen Schulhof in Neu-Ekels bezeichnete Antje Borchert als ortsbildprägend. Er soll in weiten Teilen erhalten und aufgehübscht werden. Unter anderem sei geplant, den Baumbestand möglichst zu erhalten. Nur einige Bäume müssten weichen, weil noch in diesem Jahr übergangsweise eine provisorische Krippe in Containern auf dem Schulhofgelände entstehen soll. Wienekamp hofft, dass der Platz künftig auch an Wochenenden genutzt und als neuer Treffpunkt im Dorf dienen kann.

Auf jeden Fall erhalten bleiben sollen die alten Schulgebäude. Diese werden von unterschiedlichen Vereinen als Unterkunft genutzt. Das soll auch so bleiben. Mit den betroffenen Vereinen befinde man sich in einem intensiven Austausch über die Pläne, lobte auch Bürgermeister Thomas Erdwiens.

Bürgermeister sieht Spitzenposition

Schier begeistert von den Plänen zeigte sich SPD-Mann Hinrich Albrecht. Südbrookmerland sei in Sachen Kita-Versorgung mittlerweile das Schlusslicht im Landkreis, monierte er, wohlwissend, dass seine Partei über Jahrzehnte maßgeblich die Politik in Südbrookmerland bestimmt hat. Seine Partei war es aber auch, die nach der Wahl 2021 aus der Opposition heraus auf den Neubau gedrungen und sich letztlich mit der Kompromisslösung durchgerungen hat. Thomas Erdwiens, der Albrechts Schlusslicht-Aussage nicht so recht teilen wollte, blickte indes in die Zukunft. Dank des Neubaus, der derzeit laufenden Erweiterung anderer Kitas und des Umbaus der ehemaligen Haupt- und Realschule sei Südbrookmerland vermutlich bald in einer Spitzenposition.

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