Germanen im Fokus Wiesmoorer Fußballtrainer gilt als Beschwörer des Teamgeistes
Weshalb der Wiesmoorer Trainer Jürgen Zimmermann mit seiner kleinen Crew die Mahner und Kritiker widerlegte. Der Coach hat einen Wunsch für die Zukunft.
Wiesmoor – Mannschaftsgeist ist für die Wiesmoorer Bezirksligafußballer kein hohles Wort. Die Mannschaft um Trainer Jürgen Zimmermann lebt ihn auf dem Rasen. Eine eingeschworene Crew, die nach den zahlreichen Abgängen zum Ende der vergangenen Saison für viele Beobachter zum Kreis der Absteiger zählte. Die Germanen überraschten die Experten und verabschiedeten sich in die Winterpause mit Platz elf und einem Polster von acht Zählern auf die Abstiegszone. Trainer Zimmermann blickt nach dem Beginn der Vorbereitungen auf den zweiten Saisonteil stolz auf das Erreichte zurück.
Er bekennt: „Wir haben mit unserem kleinen Kader immer Vollgas gegeben und Bäume ausgerissen.“ Soll heißen, die eingeschworene Truppe hat gekämpft und sich nie aufgegeben, auch wenn sie zum Schluss reichlich Kraft verloren hat. Der Einsatz der Germanen hat sich gelohnt, sie haben 25 Zähler eingefahren. Geht es nach den Wünschen von Zimmermann, soll das Konto schnell auf 40 Punkte aufgefüllt werden. „Noch fünf Siege und dann sehen wir weiter“, meint Zimmermann.
Schwierige Spiele vor der Brust
Wiesmoor hat bisher 17 Spiele ausgetragen. Nur Moordorf steht mit 16 noch weiter in Rückstand. Und so müssen die Germanen schon deutlich früher im neuen Jahr wieder zurück auf den Rasen. Los geht es mit dem Heimspiel am Sonntag, 19. Februar, gegen den SV Wallinghausen. Eine Woche später steht das Gastspiel beim TuS Strudden an. Für Zimmermann sind das „schwierige Spiele“, Ausgang ungewiss.
Damit der Mannschaftsgeist in der Winterpause nicht verloren ging, ließen es sich die Germanen ein Wochenende lang in Fintel in der Lüneburger Heide gut gehen. In einer Freizeitanlage mit Wellness- und Freizeitangeboten (Bowling, Bogenschießen, Tennis und Minigolf), sowie reichlich Essen und Trinken. „Keine Frage, wir haben viel Spaß miteinander gehabt und das gemeinsame Wochenende war gut für unseren Zusammenhalt“, bilanziert der Trainer. Innerlich zusammengerückt geht es nun seit einigen Tagen ins Training. Fitness und Ausdauer werden auf Stand gebracht, um für die kommenden Punktspiele gerüstet zu sein. Und wie sehen die Planungen über die Saison hinaus aus? Dazu merkt Zimmermann an: „Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, dann spricht für mich nichts gegen ein Weitermachen.“
Wunsch für die neue Saison
Gleichwohl hat Zimmermann eine Bedingung: „Wir können nicht noch einmal mit so einem kleinen Kader in die Saison gehen.“ Soll heißen, er pocht auf Verstärkungen. Keine leichte Angelegenheit, denn der Ruf der Germanen hat nach den mutmaßlich kriminellen Machenschaften ihres ehemaligen Geschäftsführers Christian Rademacher-Jelten deutlich gelitten.
Im Sommer 2022 verließen acht oder neun Spieler den Verein. Dazu merkt Jürgen Zimmermann an: „Das ist mittlerweile aus den Köpfen heraus. Wir schauen jetzt nach vorne.“ Er blickt zuversichtlich auf das Kommende, weil er sich auf den Mannschaftsgeist der Germanen-Spieler verlassen kann.