Schule kommt nach Moordorf FCSO-Vertrag unter Dach und Fach
Eine der letzten Formalitäten ist erledigt: Die Gemeinde Südbrookmerland und die Freie Christliche Schule Ostfriesland haben einen wichtigen Vertrag für die neue Außenstelle in Moordorf unterzeichnet.
Moordor - Vollzug gemeldet: Die Freie Christliche Schule Ostfriesland kann nun endgültig ihre geplante Außenstelle in Moordorf eröffnen. Ab dem Sommer wird die Schule aller Voraussicht nach mit zwei fünften Klassen an den Start gehen.
Am Mittwoch wurde der dafür nötige Mietvertrag für Teile des Gebäudes der ehemaligen Moordorfer Haupt- und Realschule unterzeichnet. Bürgermeister Thomas Erdwiens blickte bei dieser Gelegenheit auf die Verhandlungen und die politischen Diskussionen zurück, die teils hohe Wellen geschlagen hatten.
Lob für gute Zusammenarbeit
„Nach nur wenigen Monaten, verbunden mit ausführlichen, teilweise auch kontroversen, politischen Diskussionen kann es nun losgehen“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Der Start als Außenstelle der FCSO könne ab dem Schuljahr 2023/24 in dem linken Flügel der ehemaligen Haupt- und Realschule am Schultrift erfolgen. Unterzeichnet haben den Mietvertrag aufseiten der Südbrookmerlander Gemeindeverwaltung Bürgermeister Thomas Erdwiens und aufseiten der FCSO die Vorstandsmitglieder Kurt Plagge und Konrad Huismann sowie Schulleiter Christian Hunsmann. Ebenfalls mit dabei waren Vizeverwaltungschef Wilfried Müller, Fachbereichsleiter Joachim Betten und der für Liegenschaften zuständige Sachbearbeiter Andre Hanssen.
Laut der Mitteilung hätten beide Seiten noch einmal die kooperative, vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten betont. Ganz geräuschlos sind die Verhandlungen jedoch nicht verlaufen. So hatte es bei verschiedenen Gelegenheiten Irritationen gegeben. Beispielsweise bei Verantwortlichen der FCSO, nachdem die Gemeindeverwaltung auf eigene Faust eine Elternbefragung zu gewünschten Schulformen durchgeführt hatte. Seinerzeit hatte sich eine Mehrheit für ihre Kinder den Besuch einer Realschule gewünscht. In Südbrookmerland lässt sich dieser Wunsch aber gar nicht erfüllen, die Einrichtung einer neuen Realschule war bereits im Vorfeld stets ausgeschlossen worden.
Zahlen waren entscheidend
Eine kontroverse Debatte in der Politik drehte sich um Zuschüsse, welche die Gemeinde künftig an die FCSO zahlen wird. Bürgermeister Thomas Erdwiens zog zudem zeitweise den Unmut einiger Eltern auf sich, die sich von ihm im Rahmen der Diskussionen ein klareres Bekenntnis zur FCSO gewünscht hatten. Ordentlich Druck auf den sprichwörtlichen Kessel kam, nachdem Schulleiter Christian Hunsmann eine sogenannte Übergangsklasse in Aussicht gestellt hatte. In diese sollten schon im vergangenen Sommer vorwiegend Kinder aus dem Einzugsbereich des Moordorfer Standortes aufgenommen werden. Nach einem Jahr am Standort Moormerland hätten die Kinder dann als sechster Jahrgang in diesem Jahr nach Moordorf wechseln sollen. Daraus wurde jedoch nichts.
Letztlich, so heißt es in der Mitteilung, habe man sich „gemeinschaftlich sachorientiert dem Vorhaben der Ansiedlung gewidmet“. Herausgekommen sei eine Entscheidung, die auf Zahlen, Daten und Fakten als Grundlage basiere. Zahlen, Daten und Fakten, die gemeinsam erhoben und erarbeitet worden seien und der Politik zur abschließenden Beschlussfassung vorgelegt worden seien. Einen endgültigen Beschluss für die Ansiedlung der FCSO hatte der Gemeinderat am 15. Dezember gefasst. Mit der nun erfolgten Unterzeichnung des Mietvertrages ist eine der letzten Formalitäten für den neuen Schulstandort erledigt worden.