Einzelhandel Umbau im Modehaus Silomon
Der Räumungsverkauf ist eingeleitet, die Arbeiten beginnen in Kürze. Umfangreich renovieren will das Modehaus Silomon. Die ganz große Baustelle lässt aber auf sich warten.
Aurich - Totalräumungsverkauf wegen Umbau: So steht es an den Schaufenstern des Modehauses Silomon in Aurich. Gemeint ist damit allerdings nicht, dass nun die Baulücke in der Burgstraße rechts neben dem Hauptgebäude verschwindet. Auch auf die Umgestaltung der Fassade müssen die Auricher noch etwas warten, wie Inhaberin Heida Haltermann auf ON-Anfrage sagt. Vielmehr werde nun die Beleuchtung auf den technisch neuesten Stand gebracht, um Energie zu sparen. Das Dach soll erneuert werden und eine Photovoltaikanlage werde installiert.
Hinzu kommt frische Farbe an den Wänden der Abteilungen. „In der Modebranche gibt es stärker noch als in anderen Branchen eine große Notwendigkeit zur Veränderung“, sagt Heida Haltermann. Daher würden nun die Abteilungen des Modehauses umgeräumt und aufgefrischt.
Anbau muss zeitlich planbar sein
Nicht planbar sei derzeit der Anbau, der in der Baulücke entstehen soll. Denn wegen der Störung der Lieferketten durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg gebe es derzeit für solche Vorhaben einfach keine festen Angebote der Baufirmen. Weder der Preis noch der Zeitpunkt der Ausführung seien längerfristig planbar. Vor allem der zweite Punkt macht aber laut Heida Haltermann das Unternehmen „Anbau“ für Silomon derzeit unmöglich. „Es geht ja nicht nur darum, dort den Anbau hinzustellen.“
Es gehe auch darum, dass die neue Fläche dann ja auch mit Waren bestückt werden müsse. Dabei müsse von einer ziemlich großen Verkaufsfläche ausgegangen werden. „Wir müssen aber unsere Ware mindestens drei Monate im Voraus bestellen.“ Das werde dann zum Risiko, wenn nicht sicher sei, wann der Neubau tatsächlich bezogen werden könne. „Wir reden da von nicht unerheblichen Summen.“
Baulücke bleibt noch ein bisschen erhalten
Daher werde man mit dem Anbau in der Baulücke warten, bis sich die Lage in der Baubranche beruhigt habe. Aus demselben Grund wird es derzeit auch den schon lange geplanten Umbau der Fassade des Modehauses nicht geben. Schon 2016 präsentierte Seniorchef Wolfgang Mönkemeier erste Entwürfe für die Neugestaltung, die von der Stadtpolitik kontrovers diskutiert wurden. Mit dem Tod von Wolfgang Mönkemeier im Februar 2017 geriet das Vorhaben ins Stocken. Danach kam die Corona-Pandemie und sorgte für monatelangen Stillstand.
„Wir haben überlegt, die Umgestaltung der Fassade vorzuziehen“, sagt Heida Haltermann. Aber bei Fassade und Anbau handele es sich um ein Projekt, das man am besten in einem Rutsch umsetzt.
Deswegen werde die Baulücke der Innenstadt noch ein bisschen erhalten bleiben. Denn verstecken lasse sich diese unansehnliche Ecke der Burgstraße nur schlecht. „Wir hatten an fassadenhohe Zäune gedacht.“ Aber wegen der Windlast sei das unmöglich. So hilft nun nur ein normaler Bauzaun, um die Lücke etwas zu schließen. Dahinter wird zeitweise Baumaterial für die Sanierung der Fußgängerzone gelagert.