Aurich
Ein neues Kleid fürs Modehaus
Das Auricher Modehaus Silomon möchte sich demnächst komplett wandeln. Zusammen mit dem Abriss des Gebäudes Burgstraße 2 (ehemals Friseur Raap) soll die Fassade umgestaltet werden. Entsprechende Pläne werden am Montag im Sanierungsausschuss der Stadt beraten.
Aurich. Das Auricher Modehaus Silomon wird sich äußerlich demnächst komplett wandeln. Zusammen mit dem Abriss des Gebäudes Burgstraße 2 (ehemals Friseur Raap) soll die Fassade des alteingesessenen Unternehmens umgestaltet werden. Entsprechende Pläne werden am kommenden Montag im Sanierungsausschuss der Stadt beraten.
Wolfgang Mönkemeier, Geschäftsführer von Silomon, mochte auf Anfrage noch keinen Termin für den Beginn der Bauarbeiten nennen. „Zunächst muss das in den politischen Gremien beschlossen werden“, sagte er. Fest steht allerdings, dass sich das Gesicht der Häuserfront in der Burgstraße deutlich ändern wird. Denn das ehemalige Raap-Gebäude wird auf jeden Fall abgerissen. Das hatten schon die Vorbesitzer, Berthold und Lothar Raap, vorgehabt. Sie stießen mit ihren Neubau-Plänen im vergangenen Jahr jedoch auf Kritik bei der Politik. Die Fassade gefiel den Ratsmitgliedern im November vorigen Jahres nicht. Architekt Marten Ulpts hatte sich mit seinem Entwurf damals an der Silomon-Fassade orientiert.
Die Außengestaltung stammt aus den 1980er-Jahren
Der Vorschlag fand keine Mehrheit, schließlich wurde das Gebäude an den Nachbarn Silomon verkauft. Und das Unternehmen wird jetzt nicht nur den alten Friseurladen abreißen, sondern auch die komplette Fassade des Modehauses sanieren und umgestalten. Denn die Außengestaltung stammt aus den 1980er-Jahren und passt laut Mönkemeier längst nicht mehr zum Auftritt des Unternehmens.
Das neue Gebäude in der Burgstraße 2 wird sich von den Geschosshöhen her am bestehenden Modehaus orientieren. So kann die Verkaufsfläche von 3350 Quadratmeter auf 4240 Quadratmeter anwachsen. Laut der Beschlussvorlage für den Sanierungsausschuss wird sich die umgebaute Fassade samt dem Neubau „bewusst modern gegenüber dem gewachsenen städtebaulichen Umfeld“ präsentieren. Findet man an der Silomon-Front bislang Klinkerflächen, Fensterbänder und auskragende Elemente, so wird der Bau künftig klar gegliedert erscheinen. Benutzt werden sollen vor allem traditionelle Materialien wie der Wittmunder Klinker. Nötig war es, das Vorhaben mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Denn neben Silomon befinden sich geschützte Gebäude, die durch die neue Fassade besser zur Geltung kommen sollen.
Zunächst hat der Sanierungsausschuss das Wort
Doch trotz aller Abstimmungen: So ganz wird sich der Bau künftig nicht in die Gestaltungsgrundsätze des Sanierungsgebietes Altstadt einfügen. Denn demnach dürften zum Beispiel Schaufenster nur im Erdgeschoss entstehen. Nach den Plänen des Architekturbüros Messerschmid jedoch werden sich auf allen Ebenen oberhalb der Kunden Eingänge künftig auch Schaufenster befinden. „Das Einhalten dieser Gestaltungsgrundsätze ist bei dem Bauvorhaben nicht sinnvoll“, heißt es in der Vorlage für den Sanierungsausschuss. Denn die Nutzung als Modegeschäft erstrecke sich über drei Etagen, und das müsse daher auch an der Fassade sichtbar werden.
Bereits im März dieses Jahres hatte Mönkemeier sich in den ON zu den Plänen geäußert. Damals sagte er, dass zunächst nur der größere Teil des Raap-Grundstücks an der Burgstraße in Angriff genommen werden soll. Dieses schlängelt sich ganz an dem L-förmigen Grundstück von Silomon entlang und endet am Marktplatz bei dem kleinen Imbiss, früher Leo Werths Imbiss. Diese schmale Front am Markt umzugestalten, sei jedoch „Zukunftsmusik“, so Mönkemeier im März. In der aktuellen Beschlussvorlage ist denn auch von dem hinteren Teil keine Rede.
Wenn die politischen Gremien zustimmen, können die Bauarbeiten in der Innenstadt relativ zügig beginnen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, werden der Abriss des alten Raap-Gebäudes und der Neubau etwa ein Jahr Bauzeit in Anspruch nehmen. Zunächst allerdings hat der Sanierungsausschuss das Wort. Dessen erste Sitzung dieser Wahlperiode beginnt am Montag, 28. November, um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses.