Extrablatt kommt nach Aurich  „Hafenkiste“ – Besitzerwechsel zum Jahresende

| | 25.12.2022 09:07 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit dem Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen stand man in der Hafenkiste meist vor verschlossener Tür. Foto: Romuald Banik
Seit dem Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen stand man in der Hafenkiste meist vor verschlossener Tür. Foto: Romuald Banik
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Das Unternehmen Café Extrablatt hat die Verträge für die Gastronomie am Auricher Hafen unterzeichnet. Um das künftige Konzept geht es noch. Es könnte ein „R-Café“ werden.

Aurich - Was passiert ab dem kommenden Jahr in der seit Monaten geschlossenen „Hafenkiste“ in Aurich? Das entscheidet sich nach Angaben von Carsten Dreyer von der von der CE Immobilien GmbH, in Kürze bei einem Vor-Ort-Gespräch.

CE Immobilien kümmert sich um die Expansion der Emsdettener Kaffeehauskette Café Extrablatt. Wie berichtet, will das Unternehmen mit seinem gastronomischen Kernkonzept in die Markthalle einziehen und dort zum Ende des Jahres 2023 eröffnen. Der Auricher Rat hat einer langjährigen Verpachtung gerade zugestimmt.

Übergang soll schnell vollzogen werden

Deutlich schneller soll jedoch am Auricher Hafen ein Lokal der Extrablatt-Kette eröffnen. Die Verträge seien unter Dach und Fach, sagte Dreyer auf ON-Nachfrage. Das Unternehmen wird die Räume der Hafenkiste, die Ende 2018 an den Start ging, aber seit Pandemiebeginn kaum mehr geöffnet war, zum Jahreswechsel von der Auricher Bäder- und Hallengesellschaft (ABH) übernehmen.

Mit großer Hoffnung hatte die Stadt Aurich sich vor einigen Jahren für die Hafenkiste als Gastronomie für den Hafen mit seinem touristischen Angebot entschieden. Foto: Romuald Banik
Mit großer Hoffnung hatte die Stadt Aurich sich vor einigen Jahren für die Hafenkiste als Gastronomie für den Hafen mit seinem touristischen Angebot entschieden. Foto: Romuald Banik

Dann soll auch ein Konzeptgespräch vor Ort stattfinden. „Am Wasser machen wir etwas anderes als auf dem Marktplatz“, sagte Dreyer Anfang November, als das Unternehmen sein Doppelinteresse an Aurich bekanntgab. Die Hafenkiste sei gut ausgestattet, lediglich Kleinigkeiten sollten verändert und neue Akzente gesetzt werden. Dreyer rechnet deshalb auch mit einer Neueröffnung noch im Frühjahr.

R-Cafés: Am Wasser und mit familienfreundlicher Gastronomie

Zwei Konzepte stehen derzeit offenbar zur Diskussion. Es könne sein, dass sich das Emsdettener Unternehmen dazu enschließt, das bestehende Konzept beizubehalten. Der bisherige Betreiber Ewald Maas hatte dort ein ähnliches Konzept wie in seiner Stadtperle verfolgt, ergänzt um mehr ostfriesische Schmankerln.

Als Alternative kann sich der neue Betreiber laut Dreyer vorstellen, dort ein „R-Café“ einzurichten. Mehrere R-Cafés sind inzwischen Teil des Extrablatt-Portfolios. Versprochen wird eine familienfreundliche Gastronomie mit Ganztagesprogramm und überschaubaren Preisen. Am Abend verwandelt sich das Lokal dann in eine Bar. Das „R“ steht dabei offenbar für River, denn im Internet zu findende Standorte befinden sich allesamt am Wasser – in Letmathe an der Lenne, in Hamm an der Lippe, in Arnsberg an der Ruhr und in Lohne am Lohner See. Wer im Internet Bilder ansieht, erkennt durchaus Ähnlichkeiten in der Gestaltung der Hafenkiste und der R-Cafés, sowohl bei der Einrichtung als auch bei der Karte.

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