Brandserie Wirdum Ermittlungen zu vier Feuern eingestellt
Zwischen Oktober 2020 und November 2021 gab es in Wirdum sieben Brandstiftungen plus eine in Grimersum. Die Suche nach dem Täter war nicht in allen Fällen erfolgreich.
Wirdum/Grimersum Für vier Brände in Wirdum und Grimersum war ein 28-jähriger Brookmerlander, der wegen vier weiterer Brände in Wirdum am Donnerstag verurteilt wurde (siehe nebenstehenden Artikel), ebenfalls tatverdächtig. Sie ereigneten sich im Herbst 2020 und zwischen Juni und September 2021.
Nach Angaben von Staatsanwaltschaftssprecher Jan Wilken war dem Brookmerlander dort aber keine Täterschaft nachzuweisen – und auch sonst niemandem. Die Verfahren sind eingestellt worden.
Biogasanlage, Doppelhaushälfte und Lagerhalle
Bei den vier Bränden ging es um ein Feuer in einer Biogas-Anlage in Grimersum am 9. Juni 2021, um den Brand in einer Doppelhaushälfte am Kirchwarfenweg in Wirdum am 7. August 2021, um brennende Strohballen am Neulander Weg am 4. September und um eine Lagerhalle mit Fotovoltaikanlage in Wirdum, die am 13. Oktober 2020 in Flammen gestanden hatte. Überall haben die Gutachten Brandstiftung als Ursache nachgewiesen. Ein Täter wurde nicht gefunden.
Wie ein Polizist nun vor Gericht aussagte, hatte der 28-Jährige, der am Donnerstag wegen vier anderen Taten verurteilt wurde, bei der Polizei vier Brandstiftungen gestanden – nämlich den Bismarckshof, einen Wohnwagen, einen Carport und einen Schuppen. Die Täterschaft bei der Biogasanlage und der Doppelhaushälfte habe er aber vehement bestritten, so der Ermittler.
Die Ermittler präsentierten am 4. Dezember 2021 den Brookmerlander als Verdächtigen. Damals hatte er erst eine Tat gestanden.