Streckenausbau im Kreis Aurich Bau von Kreis-Radwegen verzögert sich
Der Leiter des Kreisstraßenamts, Matthias Hayen, nannte für die ständigen Verschiebungen mehrere Gründe. Er hatte aber auch eine gute Nachricht für die Großefehntjer dabei.
Aurich - Der Bau von mehreren Radwegen an Kreisstraßen verzögert sich um Jahre. Das wurde am Mittwoch im Finanzausschuss des Landkreises Aurich deutlich. Vorsitzender Arnold Gossel (CDU), zugleich Ortsbürgermeister in Aurich-Langefeld/Middels/Spekendorf, sagte: „Das ist mehr als ärgerlich.“
Der Leiter des Kreisstraßenamts, Matthias Hayen, nannte mehrere Gründe für die Verzögerungen. Zum einen habe sein Amt die Planung für den Bau mehrerer Radwege an Landesstraßen vom Land übernommen. „Deshalb kommen wir bei den Kreisstraßen nicht so richtig voran“, räumte Hayen ein. Zum anderen steigen die Anforderungen an die Planung, etwa in Sachen Naturschutz, ständig, erklärte Hayen. „Das macht uns die Arbeit schwerer.“ So müssten mittlerweile regelmäßig aufwändige Boden-Gutachten beauftragt werden, wo etwa die Entsorgung des Aushubs detailliert geklärt werden müsse. „Das sind Sachen, die beschäftigen uns enorm“, so Hayen. Schwierig sei häufig auch der Kauf der Flächen, etwa von Landwirten. Wegen diverser Verzögerungen musste die Behörde bisweilen schon „Planungen in den Mülleimer schmeißen“, so Hayen.
2023 soll Radwegbau von Timmel nach Ulbargen starten
Er hatte jedoch auch eine gute Nachricht: 2023 soll endlich der seit Jahren geplante Bau des Radweges an der Kreisstraße 106 zwischen Timmel und Ulbargen (Gemeinde Großefehn) starten. Das Projekt kostet insgesamt rund vier Millionen Euro. Auch eine Brücke über den Sauteler Kanal wird dafür an der vier Kilometer langen Strecke neu errichtet. Baufirmen für ein Vorhaben dieser Größenordnung zu finden, sei kein Problem, so Hayen.
Laut Investitionsplan des Landkreises voraussichtlich 2024 beginnen soll der Bau von Radwegen zwischen Westerende-Holzloog und Wiegboldsbur (K 125), Loppersum und Hinte (K 228) sowie Hagermarsch und Hilgenriedersiel (K 213). Wohl 2025 ist der Radweg zwischen Dietrichsfeld und Tannenhausen (K 121) dran und erst 2026 der Weg zwischen Pfalzdorf, Spekendorf und Ardorf (K 130).