Pläne für Gewerbegebiet  Verkehrsfluss in Upgant-Schott ist laut Gutachter derzeit gut

| | 05.12.2022 21:46 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der jetzige Verkehrsfluss an der Ausfahrt des Gewerbegebiets an der Hansestraße bekommt vom Gutachten die Schulnote 2: Die Wartezeiten, um auf die Bundesstraße abzubiegen, seien gering. Foto: Thomas Dirks
Der jetzige Verkehrsfluss an der Ausfahrt des Gewerbegebiets an der Hansestraße bekommt vom Gutachten die Schulnote 2: Die Wartezeiten, um auf die Bundesstraße abzubiegen, seien gering. Foto: Thomas Dirks
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Wenn das Industrie- und Gewerbegebiet Hansestraße erweitert wird, wird die Zahl der Fahrzeuge und die Wartezeit aber zunehmen. Gleichwohl bekommt der Knotenpunkt gute Noten.

Upgant-Schott - Autofahrer, die im Berufsverkehr schon einmal vom Gewerbegebiet an der Hansestraße in Upgant-Schott nach links auf die Bundesstraße abbiegen wollten, dürfte die Schlussfolgerung überraschen: Ein Verkehrsgutachten, das im Zuge des Bauleitverfahrens zur Erweiterung der Gewerbefläche erstellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass dort die Qualitätsstufe B gilt. Das entspricht der Schulnote 2.

Gemessene Fahrzeugzahlen an den beiden Einmündungen

Am 12. März 2020 wurde in der Zeit von 0 bis 24 Uhr gezählt. Gemessen wurde an den Einmündungen Hansestraße und Siegelsumer Moorweg in die Bundesstraße 72.

Auf der B 72 waren in diesen 24 Stunden von der Hansestraße an in Richtung Georgsheil 6510 Fahrzeuge unterwegs. In Richtung Norden fuhren auf der B 72 von der Hansestraße an 6759 Fahrzeuge.

In die Hansestraße bogen aus Norden kommend 368 Fahrzeuge ab. Aus Richtung Georgsheil gab es 186 Linksabbieger ins Gewerbegebiet. Aus dem Gewerbegebiet bogen 370 Fahrzeug in Richtung Norden nach links auf die Bundesstraße ab. In Richtung Georgsheil bogen 183 Fahrzeuge ab.

In der Spitzenstunde zwischen 14.30 und 15.30 Uhr bogen 25 Fahrzeuge von der Bundesstraße nach rechts in die Hansestraße ab. Aus Georgsheil kommend gab es 10 Linksabbieger. Aus der Hansestraße bogen binnen 60 Minuten 28 Fahrzeuge nach links in Richtung Norden ab und 18 nach rechts in Richtung Georgsheil.

An der Kreuzung B 72/Siegelsumer Moorweg bogen insgesamt 116 Fahrzeuge binnen 24 Stunden in Richtung Norden auf die Bundesstraße ein. 261 Fahrzeuge bogen in Richtung Georgsheil auf die Bundesstraße ein. Und 46 Fahrzeuge überquerten die B 72, um auf dem Siegelsumer Moorweg zu bleiben. Aus Norden kommend bogen 14 Fahrzeuge nach rechts in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Siegelsum und 106 Fahrzeuge nach links in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Neu-Siegelsum ein. Aus Georgsheil kommend fuhren 24 Fahrzeuge nach links in den Siegelsumer Moorweg nach Siegelsum und 270 Fahrzeuge nach rechts in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Neu-Siegelsum.

An dem Märztag wurden kaum Radfahrer gezählt.

Selbst in der Stunde mit dem stärksten Verkehrsaufkommen – und die liegt laut dem Gutachten am frühen Nachmittag – kann die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer, die auf der Bundesstraße unterwegs sind, „nahezu ungehindert den Knotenpunkt passieren und die Wartezeiten sind sehr gering“, so das Gutachten.

Für jetzigen Zustand vergeben Experten Top-Noten

Lediglich der linkseinbiegende Verkehrsstrom aus der Hansestraße in Fahrtrichtung Marienhafe weist die Qualitätsstufe B auf. „Der Verkehrsstrom wird zwar vom bevorrechtigten Verkehr beeinflusst, die mittleren Wartezeiten sind jedoch gering und liegen bei knapp 20 Sekunden“, so die Verkehrsexperten. Etwas mehr Geduld brauchten die Fahrer in der Rushhour von 14.30 bis 15.30 Uhr. Da standen die Linksabbieger bis zu 89,4 Sekunden in der Hansestraße und warteten auf eine Lücke im Bundesstraßenverkehr.

Gemessene Fahrzeugzahlen an den beiden Einmündungen

Am 12. März 2020 wurde in der Zeit von 0 bis 24 Uhr gezählt. Gemessen wurde an den Einmündungen Hansestraße und Siegelsumer Moorweg in die Bundesstraße 72.

Auf der B 72 waren in diesen 24 Stunden von der Hansestraße an in Richtung Georgsheil 6510 Fahrzeuge unterwegs. In Richtung Norden fuhren auf der B 72 von der Hansestraße an 6759 Fahrzeuge.

In die Hansestraße bogen aus Norden kommend 368 Fahrzeuge ab. Aus Richtung Georgsheil gab es 186 Linksabbieger ins Gewerbegebiet. Aus dem Gewerbegebiet bogen 370 Fahrzeug in Richtung Norden nach links auf die Bundesstraße ab. In Richtung Georgsheil bogen 183 Fahrzeuge ab.

In der Spitzenstunde zwischen 14.30 und 15.30 Uhr bogen 25 Fahrzeuge von der Bundesstraße nach rechts in die Hansestraße ab. Aus Georgsheil kommend gab es 10 Linksabbieger. Aus der Hansestraße bogen binnen 60 Minuten 28 Fahrzeuge nach links in Richtung Norden ab und 18 nach rechts in Richtung Georgsheil.

An der Kreuzung B 72/Siegelsumer Moorweg bogen insgesamt 116 Fahrzeuge binnen 24 Stunden in Richtung Norden auf die Bundesstraße ein. 261 Fahrzeuge bogen in Richtung Georgsheil auf die Bundesstraße ein. Und 46 Fahrzeuge überquerten die B 72, um auf dem Siegelsumer Moorweg zu bleiben. Aus Norden kommend bogen 14 Fahrzeuge nach rechts in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Siegelsum und 106 Fahrzeuge nach links in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Neu-Siegelsum ein. Aus Georgsheil kommend fuhren 24 Fahrzeuge nach links in den Siegelsumer Moorweg nach Siegelsum und 270 Fahrzeuge nach rechts in den Siegelsumer Moorweg in Richtung Neu-Siegelsum.

An dem Märztag wurden kaum Radfahrer gezählt.

Der Status quo ist aber natürlich nicht alleine entscheidend für die Einschätzung. Das Büro hat hochgerechnet, wie sich die Verkehrsentwicklung bei einem allgemein prognostizierten leicht zunehmendem Verkehr bis zum Jahr 2035 entwickeln wird, wenn das Gewerbegebiet wie vorgesehen wächst. Insgesamt soll es von derzeit 18 auf rund 30 Hektar erweitert werden. Im ersten Bauabschnitt und damit im ersten Bebauungsplan geht es zunächst um eine Fläche von 5,1 Hektar, die direkt südlich an das Gewerbegebiet anschließt.

Nach der Erweiterung könnte die Zahl der Fahrzeuge sich teils verdoppeln

Geplant ist, das Gewerbegebiet weiterhin über die Hansestraße zu erschließen und möglichst auch an den Eetsweg anzubinden. Das Gutachten untersucht auch noch eine Anbindung über den Siegelsumer Moorweg, doch der Vorschlag ist laut Samtgemeindeverwaltung vom Tisch. Die Straßenverkehrsbehörden und die Samtgemeinde hätten sich darauf verständigt, auf diese Anbindung zu verzichten und den Kreuzungsbereich Hansestraße/B 72 mit einer Ampel „zu ertüchtigen“.

Doch zurück zum Gutachten: Der Hochrechnung zufolge würden nach der Erweiterung in der Spitzenstunde 92 Fahrzeuge aus dem Gebiet herausfahren und 62 Fahrzeuge in das Gewerbegebiet hinein. Zum Vergleich: Jetzt sind 45 und 46 Fahrzeuge. Für die Rechtsabbieger aus der Hansestraße würde sich die Qualität des Verkehrsflusses ohne Ampel von Schulnote 2 auf 3 verschlechtern. Im Schnitt würde sich die Wartezeit um ein Drittel erhöhen. Auch am Siegelsumer Moorweg würde sich die Qualität des Verkehrsflusses für Linksabbieger und Geradeausfahrer von Schulnote 2 auf 3 verschlechtern.

Kritik: Zeitpunkt der Zählung schlecht gewählt

Eine Anbindung über die Bahntrasse hinweg an den Eetsweg könne dazu beitragen, den Knotenpunkt B 72/Osterupganter Straße/Rosenstraße/Upganter Straße zu entlasten. Dafür müsse aber geprüft werden, ob der Eetsweg und seine Anbindung an die L 26 mehr Verkehr überhaupt vertragen.

Unter den Einwendungen aus der ersten öffentlichen Auslegung der Planunterlagen in diesem Sommer gibt es bereits Kritik an der Verkehrsuntersuchung durch einen Bürger: Der Zähltag lag direkt vor dem ersten Corona-Lockdown, nämlich am 12. März 2020. Die zahlreichen Fahrzeuge von Touristen auf der Bundesstraße im Sommer blieben bei einer Zählung im so frühen Frühjahr unberücksichtigt.

Die Lärmuntersuchung ist Teil der zweiten öffentlichen Auslegung, die noch bis zum 23. Dezember läuft. Ebenso wie das Verkehrsgutachten können die ersten Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange und Privatleuten sowie der Umweltbericht und die Schalltechnische Stellungnahme im Rathaus in Marienhafe oder auf der Internetseite der Samtgemeinde eingesehen werden.

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