Neue Pläne der Auricher Verwaltung Georgswall-Parkhaus vor dem Aus
Seit Jahren wird über das Parken am Georgswall gestritten. Vor rund anderthalb Jahren wurde der Bau eines Parkhauses beschlossen. Doch jetzt gibt es eine Überraschung.
Aurich - Überraschung: Das über viele Monate heiß diskutierte und schließlich Anfang 2021 beschlossene Parkhaus am Georgswall steht wieder zur Diskussion. Wie einer Beschlussvorlage für den Bau- und Sanierungsausschuss zu entnehmen ist, hat die Verwaltung Zweifel am Projekt bekommen. Politisch diskutiert wird dies am 8. Dezember um 17 Uhr.
Dem Vernehmen nach ist im Rathaus Unbehagen darüber entstanden, wie sich ein derart massives Gebäude in die Umgebung einfügen wird. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, den 2019 beschlossenen Bebauungsplan in Teilen zu überarbeiten und an die Stelle des geplanten Parkhauses Wohnbebauung vorzusehen. „Die mögliche Anzahl der öffentlichen Stellplätze wird sich deutlich verringern“, heißt es in der Vorlage.
Parken künftig im Innenhof
In der Planung sollte das Parkhaus die Fahrzeuge aufnehmen, die bislang am Georgswall parken. Diese Parkplätze sollen gemäß der Rahmenplanung für den Georgswall wegfallen und einer Flaniermeile Platz machen. Zudem sollten Kunden der Osterstraße und Besucher des neuen Mach-Mit-Museums und der Kunsthalle im Parkhaus Platz für ihre Fahrzeuge finden. Sogar für die Bewohner der Appartements im Umfeld sollten dort Stellplätze vorgehalten werden.
Nun geht es offenbar noch um einen Innenhof. „Auf der verbleibenden Fläche zwischen dem Kerngebiet an der Osterstraße und dem geplanten besonderen Wohngebiet am Georgswall ist weiterhin eine Stellplatzfläche vorgesehen. Inwieweit es sich um eine Verkehrsfläche mit der Zweckbestimmung öffentliche Stellplätze oder private Stellplätze handelt, ist im Planverfahren zu klären“, heißt es in der Vorlage.
Bodo Bargmann (CDU) hat die heftigen politischen Debatten über das Parkhaus am Georgswall als damaliger Ausschussvorsitzender geleitet. „Der neue Vorstoß wird sicher wieder ganz intensive Diskussionen nach sich ziehen“, prophezeite er auf ON-Nachfrage.