Streit um Kindertagesstätten im Kreis Aurich  CDU-Fraktionschef fühlt sich „nicht mitgenommen“

| | 15.11.2022 18:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Jeder macht sein Ding: So ähnlich wie bei diesen Kindern läuft es derzeit in der Debatte um die Kitas im Kreis Aurich. Foto: DPA
Jeder macht sein Ding: So ähnlich wie bei diesen Kindern läuft es derzeit in der Debatte um die Kitas im Kreis Aurich. Foto: DPA
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Im Hickhack um Finanzierung und Trägerschaft hat der Auricher Bürgermeister Horst Feddermann für neue Aufregung gesorgt. Kreistagsmitglied Sven Behrens wünscht sich mehr Aufklärung der Kreisspitze.

Aurich - In Sachen Kita-Vereinbarung fühlt sich CDU-Kreistagsfraktionschef Sven Behrens (Berumbur) von der Auricher Kreisspitze „nicht mitgenommen“ und nicht ausreichend informiert. „Der Kreistag ist außen vor. Das kann ich so nicht hinnehmen“, sagte Behrens auf ON-Anfrage. Schließlich könne der neuerliche Vorstoß des Auricher Bürgermeisters Horst Feddermann erhebliche Auswirkungen auf die Kreisfinanzen haben. Das führe erneut zu Verunsicherung, ähnlich wie der Vorschlag der Kreisspitze im Februar, die überraschend angekündigt hatte, die Trägerschaft aller Kitas im Landkreis übernehmen zu wollen.

SPD-Fraktionschef: „Darf keinen Flickenteppich geben“

SPD-Kreistagsfraktionschef Johannes Kleen (SPD, Wiesmoor) sagte auf ON-Anfrage, es dürfe keinen „Flickenteppich“ bei den Kitas im Kreis geben. Die Forderung von Feddermann sei aus der finanziellen Not heraus entstanden. Er verstehe den Zeitpunkt des Vorschlags nicht, so Kleen. Schließlich seien die Bürgermeister doch gerade auf dem Weg der Einigung. „Ich kann nur an die Vernunft der Auricher appellieren“, sagte Kleen. Die Mehrheit der Bürgermeister sei weiter gegen die Abgabe der Kitas.

Kreisverwaltung will sich nicht äußern

Die Auricher Kreisverwaltung, weder Landrat Olaf Meinen noch Erster Kreisrat Dr. Frank Puchert, wollten sich auf ON-Anfrage näher zum Auricher Vorstoß äußern. Sie hatten den ON am Freitag nur mitgeteilt, es handele sich um eine „rein politische Äußerung“, die „keinen Anlass für eine Bewertung seitens der Kreisspitze“ gebe. Puchert hatte im Kreistag von „sehr kollegialen und konstruktiven Gesprächen“ berichtet, die bis Ende November abgeschlossen sein sollten, sodass man im Kreistag am 8. Dezember konkrete Ergebnisse präsentieren könne.

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