Wohnungsmarkt im Landkreis Aurich  Konzept soll Bestand und Bedarf ermitteln

| | 14.11.2022 17:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Auricher Riesen-Baugebiet „Im Timp“ entstehen vor allem höherpreisige Einfamilienhäuser. Foto: Romuald Banik
Im Auricher Riesen-Baugebiet „Im Timp“ entstehen vor allem höherpreisige Einfamilienhäuser. Foto: Romuald Banik
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Günstiger Wohnraum wurde in den vergangenen Jahren auch in Ostfriesland knapper. Die Kreisverwaltung will nun erst einmal die Lage untersuchen – vor allem aus einem Grund.

Aurich Immer weniger Menschen pro Haushalt, mehr ältere Menschen, mehr Flüchtlinge, steigende Baukosten und Energiepreise: Aus mehreren Gründen ist bezahlbarer Wohnraum für einkommensschwächere Menschen auch im Landkreis Aurich in den vergangenen Jahren immer knapper geworden.

Mit einem „Wohnraumversorgungskonzept“ will die Kreisverwaltung nun klären, in welchen Städten und Gemeinden besonderer Bedarf an solchen Wohnungen besteht. Eine entsprechende Beschlussvorlage steht am Dienstag, 22. November (15 Uhr, Stadthalle Aurich), im Kreis-Umweltausschuss zur Abstimmung.

Konzept soll Grundlage werden

Das Konzept solle die Grundlage für eine „zielgerichtete Weiterentwicklung des Mietwohnungsmarktes im Landkreis Aurich bilden“, heißt es in dem Papier. Berücksichtigt werden sollen die Bevölkerungsentwicklung, das bestehende Angebot an Wohnungen und Sozialwohnungen sowie die Entwicklung der Miet- und Kaufpreise.

Geklärt werden soll, ob und wo ein Bedarf an günstigen Wohnraum „für benachteiligte Bevölkerungsgruppen“ besteht und in welchen Größenordnungen und in welchem Zeitraum dieser neu geschaffen werden könnte. Außerdem sollen mithilfe eines „Instrumentenkastens“ Handlungsempfehlungen und mögliche Maßnahmen benannt werden.

Konzept ist Voraussetzung für Landesförderung

Ein kommunales Wohnraumversorgungskonzept ist laut Beschlussvorlage Voraussetzung für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch die landeseigene N-Bank. Durch ein landkreisweites Wohnraumkonzept seien jeweils eigene Konzepte für die Städte und Gemeinden für die Beantragung von Fördermitteln nicht mehr notwendig, heißt es abschließend in der Beschlussvorlage.

Wie berichtet hatten vor allem die Grünen im Kreistag seit Jahren immer wieder gefordert, dass der Landkreis Aurich in den sozialen Wohnungsbau einsteigt. Die anderen Fraktionen und Landrat Olaf Meinen hatten das bislang für nicht notwendig gehalten. Sozialwohnungsbau sei Aufgabe der Städte und Gemeinden. Immerhin: In einer Sitzung des Auricher Kreistags im Juli hatten SPD und CDU/FDP Gesprächsbereitschaft signalisiert.

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