Großinvestition in Emden  EWE baut Wasserstoffanlage für halbe Milliarde Euro

| | 28.10.2022 13:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff (von links), EWE-Chef Stefan Dohler, Tennet-Vorstand Tim Meyerjürgens und der Auricher Landrat Olaf Meinen. Foto: Aiko Recke
Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff (von links), EWE-Chef Stefan Dohler, Tennet-Vorstand Tim Meyerjürgens und der Auricher Landrat Olaf Meinen. Foto: Aiko Recke
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Wasserstoff gilt als wichtigste Energieform der Zukunft. Jetzt investiert die EWE in Emden massiv in eine der größten derartigen Anlagen Deutschlands. Die Erwartungen sind groß.

Emden - Eine der größten Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff in Deutschland will die EWE im Borssumer Hammrich bei Emden bauen. Baubeginn für die 320-Megawatt-Elektrolyse-Anlage im Kraftwerksmaßstab soll 2023 sein, die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Das verkündeten EWE-Vorstandschef Stefan Dohler und Geert Tjarks, Leiter Wasserstoff bei EWE, am Freitag in Emden.

Der Bau sei das bislang größte Einzelprojekt der EWE, hieß es. Ostfriesland und der Standort Emden seien mit den nahen Stromleitungen und Offshore-Umspannwerken von Tennet, dem Seehafen und Kavernenspeichern geradezu ideal für das Projekt.

So soll die Wasserstoff-Erzeugungsanlage am Emder Wykhoffweg aussehen. Grafik: EWE
So soll die Wasserstoff-Erzeugungsanlage am Emder Wykhoffweg aussehen. Grafik: EWE

Standort gilt als ideal

Umfangreiche Standortanalysen hätten gezeigt, dass Emden einer der besten Standorte sei, um eine erneuerbare Wasserstofferzeugung optimal in das vorhandene Energiesystem zu integrieren. Mit dem Bau will die EWE erstmalig ein Projekt im „marktrelevanten Maßstab“ für eine künftige Wasserstoff-Wirtschaft realisieren.

Der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff sagte: „Das ist wirklich ein Glückstag für Emden.“ Die Stadt entwickele sich immer stärker zu einer „Energie-Drehscheibe“ Deutschlands. Das aktuelle Projekt sei ein erste Baustein für die regionale Wertschöpfung. Konkret hofft Kruithoff auf die Ansiedlung energieintensiver Industrie. Erste Anfragen gebe es bereits.

Noch Genehmigung der EU nötig

Der Auricher Landrat Olaf Meinen sprach von einem „Start für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Ostfriesland“. Die Küstenregion biete mit viel Windenergie-Erzeugung, unterirdischen Speichern und einem guten Leitungsnetz optimale Voraussetzungen.

Abhängig ist die Realisierung noch von der Fördergenehmigung durch die Europäische Kommission.

Auch für die Windparks in Ostfriesland soll die Anlage einen positiven Nebeneffekt bringen.

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