Neue Gebührenordnung Kurz- und Tagesparken in Aurich wird teurer
Die Stadt muss künftig Mehrwertsteuer auf die Einnahmen auf einigen Parkplätzen zahlen. Diese Kosten möchte sie auf die Parktickets umlegen. Der Vorschlag trifft besonders einzelne Nutzer-Typen.
Aurich - Weil die Stadt Aurich ab dem kommenden Jahr die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf ihre Einnahmen aus Parkgebühren zahlen muss, sollen diese nun angehoben werden. Dies betrifft vor allem das Kurzzeitparken. Und die Tageshöchstsätze. Beraten wird der Vorschlag der Verwaltung am Dienstag, 1. November, im Finanzausschuss im Rathaus. Die Verwaltung rechnet damit, dass sie durch die geänderte Steuerung jährlich mindestens 25.000 Euro ans Finanzamt zahlen muss.
Bisher zahlen Kurzparker in der ersten halben Stunde 20 Cent. Dieser Betrag wird künftig schon für zehn Minuten fällig. Je angefangene zehn Minuten sollen in der ersten halben Stunde 20 Cent berechnet werden. Anschließend gelten die bisherigen Regeln: Parken bis zu einer Stunde kostet einen Euro. Jede weitere angefangene halbe Stunde schlägt mit 50 Cent zu Buche.
Höchstsatz steigt um 20 Prozent
Diese Preissteigerung soll auch auf dem Parkplatz der OLB gelten, wo bis 30 Minuten geparkt werden darf. Dies kostet künftig nicht mehr 20, sondern 60 Cent.
Bislang liegt der Höchstsatz auf den meisten Parkplätzen in der Innenstadt bei fünf Euro am Tag. Künftig sollen Langzeitparker sechs Euro zahlen. Auf den Parkplätzen am Lüchtenburger Weg und Am Ellernfeld galt bisher ein Tagessatz von zwei Euro. Dieser soll auf 2,50 Euro steigen. Die Änderungen treffen also vor allem Kunden, die nur eine ganz kurze Besorgung haben, und die, die besonders lange bleiben wollen.
Besonders großer Sprung am Badesee in Tannenhausen
Die größte Preissteigerung gibt es beim Parken am Badesee in Tannenhausen. Dies ist allerdings ein politischer Beschluss, um dort das Defizit zu reduzieren. Die Mehrwertsteuer musste auch in den Vorjahren dort schon gezahlt werden. Am Badesee soll künftig jede angefangene Stunde zwei Euro kosten. Der Tageshöchstsatz soll auf fünf Euro festgesetzt werden.
Insgesamt hat die Stadt durch die Parkraumbewirtschaftung im Jahr 2021 gut 540.000 Euro eingenommen.