FCSO kommt nach Moordorf  Moordorf bekommt eine neue Schule

| | 26.10.2022 15:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Weichen sind gestellt: Die FCSO eröffnet eine Außenstelle in Moordorf. Foto: Holger Janssen
Die Weichen sind gestellt: Die FCSO eröffnet eine Außenstelle in Moordorf. Foto: Holger Janssen
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Mit der FCSO bekommt Moordorf bald wieder eine weiterführende Schule – für die Schüler aus Südbrookmerland muss die Gemeinde allerdings kräftig zahlen. Warum andere Kommunen davon ausgenommen sind.

Moordorf -Die Freie Christliche Schule Ostfriesland kann in Moordorf eine Außenstelle eröffnen. Dafür sprachen sich am Dienstagabend die Mitglieder des Südbrookmerlander Schulausschusses aus – ohne Gegenstimmen. Im kommenden Jahr soll es im Gebäude der ehemaligen Haupt- und Realschule losgehen. Allerdings: Die Gemeinde verpflichtet sich, für jeden Südbrookmerlander Schüler einen Sachkostenzuschuss zu zahlen. Für Kinder aus anderen Gemeinden gilt der jedoch nicht.

Gemeindekasse zahlt 606 Euro pro Schüler aus Südbrookmerland

Überraschend kam das Votum des Schulausschusses nicht. Bereits im Frühjahr war die Verwaltung beauftragt worden, die Gespräche mit dem Träger der freien Schule zu intensivieren. Was damals aber noch nicht bekannt war, ist der Sachkostenzuschuss, den die Schulverantwortlichen von der Gemeinde einfordern. „Es geht nicht ohne Zuschuss“, gab Bürgermeister Thomas Erdwiens das wieder, was in den vorangegangenen Gesprächen mit dem Schulträger bereits besprochen wurde. 606 Euro pro Schüler und Jahr soll die Gemeinde an die Schule zahlen. Davon ausgenommen sind allerdings die Schülerinnen und Schüler aus anderen Kommunen. Besucht beispielsweise ein Kind aus Marienhafe die FCSO, muss die Samtgemeinde Brookmerland den Sachkostenzuschuss nicht leisten. Laut FCSO-Vorstandsmitglied Kurt Plagge wäre dies zwar wünschenswert. Man gehe jedoch nicht davon aus, andere Kommunen von der Zahlung dieser Beträge überzeugen zu können. Eine Rechtsgrundlage gebe es dafür nicht. Ob sich durch diese Regelung Vorteile für Südbrookmerlander bei der Auswahl der Schüler ergeben, wurde im Ausschuss nicht thematisiert.

Eltern müssen Schulgeld zahlen

Wie auch Plagge ist Thomas Erdwiens davon überzeugt, dass sowohl die FCSO, als auch die Gemeinde Südbrookmerland von der Ansiedlung der Schule profitieren. Diese Meinung teilten auch die Ausschussmitglieder. So zum Beispiel Karsten Knippelmeyer (CDU). Aus seiner Sicht wertet ein zusätzliches Bildungsangebot die Gemeinde auf.

Neben dem von der Gemeinde zu leistenden Sachkostenzuschuss verlangt die Schule von allen Schülerinnen und Schülern ein monatliches Schulgeld. 132 Euro werden dafür veranschlagt. Für Geschwisterkinder gibt es günstigere Tarife.

Zweizügiger Start

Bei einer Abfrage im Vorfeld der Verhandlungen haben sich 41 Schülerinnen und Schüler für einen Besuch der FCSO ab dem kommenden Sommer gemeldet. Allein 30 von ihnen kommen aus Südbrookmerland. Aktuell geht man davon aus, dass die Schule in Moordorf mit einem zweizügigen fünften Jahrgang startet und dann nach und nach wächst. Entsprechend wird zunächst auch nur ein Teil des Gebäudes gemietet. Kosten für die Einrichtung von Fachräumen und anderer Umbauten soll zunächst die Gemeinde tragen. Die Investitionen werden aber auf die Miete umgelegt.

Anmeldungen für den Start im kommenden Jahr sind weiterhin möglich. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.fcso.de.

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