Unterkünfte für Geflüchtete Auricher Stadtpolitik rechnet mit Containerdorf bei Kaserne
Noch ist die Entscheidung für weitere Containerdörfer zur Geflüchtetenunterbringung im Kreis Aurich nicht getroffen. Doch es sind erste Möglichkeiten im Gespräch.
Aurich Der Landkreis Aurich sucht fieberhaft nach Standorten für Containerdörfer zur Unterbringung von Geflüchteten. Tatsächliche neue Standorte werden aber noch nicht benannt.
Bei einer Informationssitzung für die Auricher Stadtpolitik, in der die Verantwortlichen des Kreises den Stadtratsmitgliedern die Situation erläuterten, wurde aber nach ON-Informationen die Auricher Blücherkaserne als ein wahrscheinlicher weiterer Standort für ein Containerdorf genannt. Dieses könne dort ab Januar errichtet werden, hieß es aus Teilnehmerkreisen.
Bima hatte Flächen auf Kasernengelände im Sommer angeboten
Schon bevor im August der Kompromiss über die übergangsweise Nutzung von mehreren Kasernengebäuden zwischen dem Landkreis, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und dem Investor für das Gelände gefunden wurde, hatte Landrat Olaf Meinen von einem Angebot der Bima berichtet. Zwei Teilflächen von 2700 Quadratmetern und 24.000 Quadratmetern wollte die Bima dem Kreis dort für Containerdörfer überlassen.
Der Landkreis will dies auf Nachfrage noch nicht bestätigen. „Aktuell laufen Gespräche, konkrete Standorte wurden bislang nicht beschlossen. Für die Einrichtung weiterer Standorte wurden bereits Container bestellt, die im Januar 2023 in Betrieb gehen könnten“, teilte Kreissprecher Nikolai Neumayer mit.
Turnhalle kommt ebenfalls in den Blick
Auch die Nutzung der Turnhalle auf dem Kasernengelände war am Mittwoch Thema. Bei der Abfrage, an welchen Stellen die Stadt für die Geflüchteten und die Unterkünfte auf dem Gelände zuständig sei, sei es auch darum gegangen, dass möglicherweise Ersatzhallen für die Aktivitäten der Schulen und Vereine gefunden werden müssen, die dort jetzt Hallenzeiten haben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Dass die Halle genutzt werde, sei noch alles andere als sicher. Sie biete sich aber offenbar an, sofern Hallen belegt werden müssten, weil dort keine bauliche Abtrennung zu einer Schule nötig wäre.
Der Kreis kommentierte auch dies nicht weiter. Er teilte mit, dass durch die zusätzlichen Plätze in Containerdörfern die Inanspruchnahme von Turnhallen nach Möglichkeit vermieden werden solle. Die weitere Entwicklung könne derzeit aber nicht abgesehen werden. „Daher müssen natürlich auch diese Schritte in Betracht gezogen werden und entsprechende Alternativkonzepte für die derzeitige Nutzung potenzieller Turnhallen durchdacht werden.“