Marode und baufällig Spundwände am Großen Meer sollen erneuert werden
Die Gemeinde Südbrookmerland will bis März einen Teil der maroden Spundwände am Großen Meer erneuern. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Südbrookmerland - Noch in diesem Jahr könnten die Spundwände am Großen Meer saniert werden. Aktuell befinde man sich in der Ausschreibungsphase, wie Fachbereichsleiter Wilfried Müller sagt. Ob man noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen könne, sei noch offen. Dabei bestehe dringender Handlungsbedarf.
Schon Mitte Juli wies der Geschäftsführer der Südbrookmerland Touristik GmbH, Simon Willms, auf den baufälligen Zustand der Spundwände am Großen Meer hin. Sie sind ihm ein Dorn im Auge. Marode und morsche Bretter, an manchen Stellen sind sie undicht, das Wasser tritt über sie hinweg und weicht den Boden dahinter auf. Die Spundwände dienen eigentlich der Landsicherung. Aktuell dringt aber das Wasser durch die schadhaften Stellen und trägt immer mehr Erde ab.
Marode und gefährlich
Dass die Spundwände in so einem schlechten Zustand sind, liegt unter anderem am Wetter. Bereits in den vergangenen drei Jahren habe man vor allem im Winter hohe Wasserstände gehabt, sagte Willms. Zum Überlaufen hätten dann vier Wochen Hochwasser im Februar geführt. Das Große Meer dient bei erhöhten Niederschlagsmengen als eine Art Rückhaltebecken für die umliegenden Ortschaften.
Nicht nur ästhetisch sind die brüchigen Spundwände am Großen Meer ein Problem. Durch die aufgeweichte Erde und morschen Bretter besteht die Gefahr, dass sich Besucher bei einem Spaziergang am Wasser verletzen könnten.
Endgültige Kosten noch nicht klar
Besonders schlimm ist der Zustand der Spundwände im Bereich der Paddel- und Pedalstation und beim Segelclub Richtung Hundewiese. Deshalb wolle man dort auch mit der Erneuerung beginnen, sagt Müller. Es sollen zunächst die gröbsten Schäden beseitigt werden.
Man könne nicht sofort alle Spundwände am Großen Meer sanieren, sagte Müller. Zunächst rechne man mit Kosten um die 80.000 bis 85.000 Euro. Das sei aber nur eine erste Einschätzung. Angesichts stark schwankender Materialpreise könne man noch nicht sagen, ob die erste Kalkulation eingehalten werden könne.
Ziel: Abschluss der Sanierung bis März
Willms ging im Juli davon aus, dass 100 Meter Spundwand zwischen 50.000 und 100.000 Euro liegen. Müller konnte auf Anfrage noch nicht genau sagen, wo mit den Arbeiten begonnen werden soll und wie viel Meter Wand erneuert werden können. Zieht man Willms Einschätzung in Betracht, ist davon auszugehen, dass nun zunächst rund 100 Meter Spundwand erneuert werden.
Mit der Sanierung soll laut Müller im besten Falle noch in diesem Jahr begonnen werden. Genau sagen könne man das aber nicht, die Ausschreibungen laufen noch. Ziel ist, dass sie bis zum Beginn der Saison im März abgeschlossen sind. Allerdings könne man auch dafür keine Garantie geben, so Müller.