Zahlen gehen deutlich nach oben  Landkreis Aurich bekommt fast 1800 Geflüchtete mehr zugewiesen als gedacht

| | 14.10.2022 18:01 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit einigen Wochen läuft der Aufbau des Container-Dorfs auf dem Gelände der Internationalen Gärten in Aurich und steht jetzt vor dem Abschluss. Foto: Romuald Banik
Seit einigen Wochen läuft der Aufbau des Container-Dorfs auf dem Gelände der Internationalen Gärten in Aurich und steht jetzt vor dem Abschluss. Foto: Romuald Banik
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2780 Menschen sind bereits angekommen und aufgenommen worden. Bis Ende März kommen noch 2162 weitere Personen hinzu.

Aurich - Schon jetzt sucht der Landkreis Aurich händeringend nach Wohnraum für die Unterbringung von Geflüchteten. Anfang Oktober wurde der Kreisverwaltung nun mitgeteilt, dass sich die Aufnahmequote deutlich erhöht. Nach Angaben von Landkreissprecher Nikolai Neumayer kommen in den nächsten Monaten bis Ende März nach jetzigem Stand 1787 mehr Geflüchtete in Aurich an als gedacht.

„Die ursprüngliche Aufnahmequote von 3155 Personen hat sich Anfang Oktober um 1787 auf nun insgesamt 4942 aufzunehmende Personen erhöht“, so Neumayer. Das entspricht einer Zunahme von 56,6 Prozent gegenüber der Zahl, die dem Landkreis wegen mangelnder Unterbringungsmöglichkeiten bereits Sorgen bereitet hatte.

Gut die Hälfte der Zugewiesenen ist bereits da

2780 Menschen sind bereits hier angekommen und aufgenommen worden. Bis Ende März kommen also noch 2162 Geflüchtete an, die im Landkreis aufgenommen und untergebracht werden müssen. Die bisher erfüllte Quote liegt bei 56,3 Prozent – es sind also gut die Hälfte der Zugewiesenen bereits angekommen.

Der Landkreis Aurich sucht händeringend Unterkünfte für Geflüchtete aus Krisengebieten. Inzwischen sind drei Containerdörfer in Planung. Foto: Romuald Banik
Der Landkreis Aurich sucht händeringend Unterkünfte für Geflüchtete aus Krisengebieten. Inzwischen sind drei Containerdörfer in Planung. Foto: Romuald Banik

Im Augenblick kommen durchschnittlich 75 Personen wöchentlich in Aurich an. Dabei teilen sich die Personengruppen Neumayer zufolge momentan in zwei Drittel ukrainische Flüchtlinge und ein Drittel Flüchtlinge aus sonstigen Drittstaaten. Laut Ankündigung des Landes werde sich diese prozentuale Verteilung allerdings verschieben, sodass der Kreis nun vermehrt mit Geflüchteten aus sonstigen Drittstaaten rechnet.

Suche nach Standorten für Containerdörfer

Der Landkreis kalkuliert inzwischen mit drei Containerdörfern zur Unterbringung. Derzeit würden neben dem Bau des Containerdorfes auf dem Platz der Internationalen Gärten in Aurich (wir berichteten) auch weitere Unterbringungsmöglichkeiten durchdacht, geplant und wie im Beispiel der Kaserne umgesetzt, so Neumayer.

„Dabei sind neben einer Unterbringung in zwei weiteren Containerdörfern, für die aktuell Standorte gefunden werden müssen, auch immer existierende Immobilien Bestandteil der Gespräche. Wie berichtet, hatte die Stadt Norden das Gelände des Pferdesportvereins Norderland angeboten, um dort ein Containerdorf aufzustellen.

Parallel laufe auch weiterhin die Wohnungsakquise auf Hochtouren, damit aufgenommene Personen möglichst schnell in eigenen Wohnraum vermittelt werden können. „Grundsätzlich versuchen wir auch weiterhin, die Belegung von Turn- oder Sporthallen zu vermeiden“, so Neumayer.

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