Jugendherberge Aurich wird Unterkunft Einrichtung zum zweiten Mal im Winter für Geflüchtete genutzt
Neben Emden wird auch die Jugendherberge in Aurich ab November Unterkunft für Geflüchtete. Die Quartiere dienen der Landesaufnahmebehörde als Außenstelle. Das gilt auch für weitere Häuser.
Aurich - Am Donnerstag wurde bereits bekannt, dass in der Jugendherberge in Emden über den Winter 135 Plätze für die Unterbringung von Geflüchteten geschaffen werden. Nun teilte Hannah Hintze von der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB) auf ON-Nachfrage mit, dass auch in der Jugendherberge Aurich ab November Geflüchtete untergebracht werden. Ebenso in Bad Zwischenahn und in der Jugendherberge an der Thülsfelder Talsperre.
Mit Unterstützung des Landesverbandes Unterweser-Ems im Deutschen Jugendherbergswerk und weiterer Akteure vor Ort werden die vier Jugendherbergen temporär als Außenstellen der Landesaufnahmebehörde betrieben.
Maximalbelegung ist nicht angestrebt
In Aurich und Emden ziehen die ersten Personen Anfang November ein. In Bad Zwischenahn und an der Thülsfelder Talsperre geht es ab Mitte des Monats November los.
„In den temporären Unterkünften in Aurich, Emden, Bad Zwischenahn sowie an der Thülsfelder Talsperre können insgesamt maximal 575 Personen untergebracht werden, diese Vollbelegung soll jedoch auch dieses Mal nicht erfolgen“, so Hintze.
Insbesondere Familien und vulnerable Personen werden dort Aufnahme finden. Die Unterbringung ist bis Ende März 2023 befristet, in der Jugendherberge Thülsfelder Talsperre wird die Belegung bereits Mitte März beendet.
Im vergangenen Winter wohnten gut 70 Personen in der Auricher Herberge
Schon im vergangenen Winter waren Geflüchtete in der Auricher Herberge untergebracht. Durchgängig etwa 73 Menschen wohnten dort von im Januar und Februar, im März nur noch rund 40. In den vom Land organisierten Unterkünften leben die ankommenden Flüchtlinge, bis sie von dort aus in eine niedersächsische Kommune endgültig zugewiesen werden. Die Unterbringung in der Jugendherberge wirkt sich nicht auf die Zahl der Geflüchteten aus, die parallel dem Landkreis Aurich und der Stadt Emden zur Unterbringung zugewiesen werden.
Da es sich bei den Unterkünften in den Jugendherbergen um Außenstellen der Landesaufnahmebehörde handelt, kümmert diese sich mithilfe von Dienstleistern die soziale Betreuung, medizinische Versorgung und die Sicherheit über beauftragte Dienstleister. Im vergangenen Winter engagierte sich auch die Auricher Flüchtlingshilfe bei der Versorgung.
Auch die Jugendherberge auf Borkum wird in der Wintersaison mit Flüchtlingen belegt. Dort ist die Sache aber anders: Da nutzt der Landkreis Leer die Unterkunft selbst, um die ihm zugewiesene Zahl von Menschen übergangsweise zu beherbergen.
Emder Jugendherberge wird Flüchtlingsheim
Geflüchtete werden auf Borkum untergebracht