Großefehn dreht Spiel  SV Großefehn gelingt spektakuläre Aufholjagd

| | 09.10.2022 15:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der wiedergenesene Tom Böhling (rechts) lässt den Pewsumer Keno Buß ins Leere laufen und treibt den Ball nach vorne. Der Großefehner Angreifer feiert mit drei aufeinanderfolgenden Treffern ein gelungene Rückkehr auf den Rasen. Foto: Bernd Wolfenberg
Der wiedergenesene Tom Böhling (rechts) lässt den Pewsumer Keno Buß ins Leere laufen und treibt den Ball nach vorne. Der Großefehner Angreifer feiert mit drei aufeinanderfolgenden Treffern ein gelungene Rückkehr auf den Rasen. Foto: Bernd Wolfenberg
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Wie Fußballbezirksligist Großefehn einen 0:2-Rückstand gegen Pewsum noch in einen Sieg umdreht. Dabei trifft ein Fehntjer Spieler gleich dreimal hintereinander

Großefehn – Großes Kino erlebten rund 170 Zuschauer beim Verfolgerduell in der Bezirksliga zwischen SV Großefehn und TuS Pewsum am Sonnabendnachmittag im Mühlenstadion. Sie sahen einen katastrophalen Auftakt der Fehntjer. Der SVG lag nach einer halben Stunde 0:2 zurück. Ein schmeichelhafter Zwischenstand für die Gastgeber, denn die Pewsumer hätten schon deutlich höher führen müssen. Doch dann setzte der wiedergenese SVG-Angreifer Tom Böhling mit seinem Anschlusstreffer ein Zeichen der Hoffnung. Mehr noch. Er wendete mit zwei weiteren Treffern zu Beginn der zweiten Hälfte die Partie zugunsten der Gastgeber, die mit dem Schlusspfiff einen 4:2-Erfolg einfuhren.

Ein versöhnliches Ende für die Fehntjer, die von ihrem Anhang gefeiert wurden, während die Krummhörner mit leeren Blicken und gesenkten Köpfen vom Platz schlichen. Nach Spielschluss atmete SVG-Trainer Bi Le Tran auf. Er gestand: „In den ersten 30 Minuten haben wir wohl unsere schwächste Leistung in dieser Saison gezeigt. Da waren wir einfach nicht da.“

SVG nach 30 Minuten am Boden

Stimmt, denn die junge Pewsumer Formation kaufte den orientierungslos daherkommenden Fehntjern von der ersten Aktion an den Schneid ab. Mit reichlich Tempo und sicherem Aufbauspiel sorgte der TuS für Gefahr vor und im Strafraum des SVG. Mit Folgen. Keno Buß hob nach fünf Minuten einen Freistoß aus 18 Metern ins Netz der Fehntjer. Der zweite Treffer ließ auf sich warten, weil entweder SVG-Torwart Hendrik Weßling (21.) mit einer Glanzparade klärte oder TuS-Spieler Derk Schoneboom (26.) den Ball mit einem schönen Heber nicht ins leere Tor sondern auf das Tornetz ablegte. Die Gäste ließen aber nicht locker. Mit einer sehenswerten Kombination über vier Stationen wurde die Platzelf vorgeführt und Marek Hinrichs (28.) schloss erfolgreich zum 2:0 ab.

Großefehn am Boden, Pewsum jubilierte und drängte fortan auf den dritten Treffer. Der sollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Tom Böhling markierte nach einem kraftvollen Sololauf auf der rechten Seite mit feinen Schuss den Anschlusstreffer. Der Wegruf für die Aufholjagd. Es blieb zwar bis zum Halbzeitpfiff bei der knappen Führung der Gäste, aber die Rollen auf dem Spielfeld hatten sich verändert. Die Fehntjer agierten sicherer, gewannen plötzlich mehr Zweikämpfe. Daran knüpfte auch SVG-Trainer Le Tran seine Hoffnungen: „Wir waren dran und wussten, dass wir das Spiel noch drehen können.“ So geschah es auch. Böhling unterstrich mit einem Doppelschlag (58./63.) seine Abschlussqualitäten im Strafraum der Pewsumer. Deren Widerstand war gebrochen. In der Folgezeit war der SV Großefehn dem vierten Treffer näher als Pewsum am Ausgleich.

Fehntjer haben an sich geglaubt

Alles klar machte der flinke Lennard Martens, als er über die rechte Seite auf- und davoneilte und mit einem strammen Schuss den 4:2-Endstand besorgte. Abpfiff und als Zugabe von den Fans hallten die „SVGeee“-Rufe durch das Mühlenstadion.

Trainer Le Tran war erleichtert und er lobte: „Die Mannschaft hat an sich geglaubt und sie hat es noch geschafft.“ Sein Gegenüber, TuS-Trainer Bernd Buß, musste nicht lange überlegen, weshalb seine Mannschaft das Spiel aus der Hand gegeben hatte. Er bekannte: „Wir haben zu viele Chancen liegengelassen und in der zweiten Hälfte hat mir die Einstellung gefehlt. Da haben wir das Fußballspielen eingestellt.“

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