Förderprogramm Perspektive Innenstadt  Aurich erhält weiteres Geld für seine City

| | 07.10.2022 17:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Kaufleute wünschen sich mehr Grün auf dem Marktplatz. Dafür wurden im September 63.000 Euro bewilligt. Foto: Romuald Banik
Die Kaufleute wünschen sich mehr Grün auf dem Marktplatz. Dafür wurden im September 63.000 Euro bewilligt. Foto: Romuald Banik
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Zwei weitere Projekte der Stadt haben die Förderhürde genommen. Einmal profitiert der Marktplatz. Zudem ein Projekt, das eher am Rand der Innenstadt liegt.

Aurich - Aurich bekommt Fördergeld aus Hannover. Wie der Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (SPD) im Wahlkampfendspurt mitteilte, fließen insgesamt rund 140.000 Euro in zwei Projekte für die Innenstadtbelebung.

Aurich hat für das Förderprogramm Perspektive Innenstadt insgesamt 14 Projekte eingereicht. Nun gab es die Zusage für neue Spielgeräte an der Stiftsmühle. Die Fördersumme beträgt knapp 60.000 Euro. Weitere 81.000 Euro fließen in die Marktplatzverschönerung mit einem 3D-Bronzemodel, mit dem auch Sehbehinderte den Stadtgrundriss wahrnehmen können, und einem Schließfach-System. Dies soll in die Markthalle integriert werden. Sofern diese abgerissen wird, soll ein anderer Standort gefunden werden, an dem Innenstadtbesucher zeitweise Einkäufe oder Gepäck einschließen können. Somit fließt Geld in eines der zentral gelegensten Auricher Projekte - und in eines, das wegen seiner Randlage bereits in der politischen Diskussion war.

Siebels: Geld bringt die Stadt weiter nach vorne

Das Förderprogramm Perspektive Innenstadt wurde vor etwa anderthalb Jahren kurzfristig aus dem Boden gestampft, um die Innenstädte nach der Corona- und Lockdownkrise zu unterstützen. Die Projekte müssen in aller Regel bis spätestens Mitte nächsten Jahres umgesetzt werden.

Besonders über die Aufhübschung des Marktplatzes diskutierte Ministerin Birgit Honé (Zweite von links) bei ihrem Besuch im Juni 2021 mit dem Auricher Landtagsabgeordentem Wiard Siebels, (links), Bürgermeister Horst Feddermann und der damaligen Fachbereichsleiterin Bau, Irina Krantz. Foto: Romuald Banik
Besonders über die Aufhübschung des Marktplatzes diskutierte Ministerin Birgit Honé (Zweite von links) bei ihrem Besuch im Juni 2021 mit dem Auricher Landtagsabgeordentem Wiard Siebels, (links), Bürgermeister Horst Feddermann und der damaligen Fachbereichsleiterin Bau, Irina Krantz. Foto: Romuald Banik

Wiard Siebels ist über das Geld aus dem Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung froh: „Die Innenstadtentwicklung ist und bleibt ein zentrales Thema für die Politik vor Ort. Die erfolgte Zuweisung bringt die Stadt weiter nach vorne.“

Zwei Zusagen waren schon da

Eine vorzeitiges Signal für zu erwartendes Fördergeld hat Aurich schon früh bekommen. Schon im vergangenen Herbst stellte die Stadt auf etwas mehr als ein Jahr befristet Vicki Janssen als Citymanagerin ein. Sie entwickelte die Förderprojekte, hat inzwischen aber bereits wieder gekündigt.

Nach Möglichkeit sollen die Schließfächer im Bereich der Markthalle platziert werden. Sollte das Gebäude allerdings abgerissen werden, soll ein anderer Ort im Bereich des Marktplatzes gefunden werden. Foto: Romuald Banik
Nach Möglichkeit sollen die Schließfächer im Bereich der Markthalle platziert werden. Sollte das Gebäude allerdings abgerissen werden, soll ein anderer Ort im Bereich des Marktplatzes gefunden werden. Foto: Romuald Banik

Im September kam bereits eine Förderzusage für die Verschönerung des Auricher Marktplatzes. 63.000 Euro kommen laut Siebels aus Hannover, um den Marktplatz durch mehr Begrünung attraktiver zu machen. Da die vom Kaufmännischen Verein gewünschten baumbepflanzten Großkübel für die Marktplatzmitte nicht realisierbar erschienen, einigten sich die Kaufmannschaft und die Politik vorläufig darauf, im Randbereich des Marktplatzes mehr Grün zu installieren - beispielsweise, indem die Sitzbänke von einer Art Spalier eingefasst werden.

Ein Projekt schon mal auf eigenes Risiko umgesetzt

Der von der Stadt in der Burgstraße eingerichtete Popup-Store, in dem sich Menschen mit Geschäftsideen kurzfristig ausprobieren oder eingesessene Geschäfte Sonderaktionen veranstalten können sollen, wurde von der Stadt bereits ohne Förderzusage und auf eigenes Risiko umgesetzt. Bislang wurde er jedoch kaum genutzt.

Zusagen über weitere Projekte wie flächendeckendes WLAN in der Innenstadt, LED-Walls mit Infos über Veranstaltungen in der Stadt, Spielgeräte am Georgswall und am Großen Sett oder zwei mobile Bühnenwagen wurden bisher nicht mitgeteilt.

Nach Angaben der N-Bank, die die Anträge bearbeitet und das Geld freigibt, wird fieberhaft an der Abarbeitung der mehr als 1000 Anträgen aus 205 Kommunen gearbeitet.

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