Krach und Unrat in Moordorf Polizeikontrollen zwischen Schaukel und Sandkasten
Um die Probleme mit Vandalismus und Lärm auf dem Spielplatz am Schwanenweg in Moordorf in den Griff zu bekommen, soll stärker kontrolliert werden. Außerdem gelten dort neue Regeln.
Moordorf - Es tut sich etwas in Sachen Spielplatz Schwanenweg Moordorf: Wie berichtet, kommt es dort immer wieder zu Vandalismus, Ruhestörung und anderen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.
Nun hat sich eine Arbeitsgruppe aus Gemeindeverwaltung, Polizei, Präventionsrat, Politik und Jugendpflege der Sache angenommen. Erste Maßnahmen wurden bereits beschlossen, weitere könnten folgen.
Manche Kinder haben Angst
Gelöste Verankerungen der Spielgeräte, Unmengen an Müll, zerstörte Bänke und Tische sowie Glasscherben im Spielsand. Der Spielplatz am Schwanenweg ist für Familien derzeit alles andere als einladend. Manche Kinder, so berichten Anwohner, hätten sogar Angst, den Spielplatz zu besuchen, weil sie sich von dort anwesenden Jugendlichen bedroht fühlten. „Regelmäßig muss der Bauhof der Gemeinde Südbrookmerland aufwendige Wiederherstellungsmaßnahmen leisten“, heißt es zudem in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung.
Bürgermeister Thomas Erdwiens nennt die „genannten Umstände“ eine „zunehmende Belastung. Deshalb haben sich die Teilnehmer der Arbeitsgruppe auf einen Maßnahmenkatalog geeinigt, der umgehend umgesetzt werden soll. Dazu gehört ein Betretungsverbot. In der Herbst- und Winterzeit dürfen sich Personen nur noch in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr auf dem Spielplatz aufhalten. Außerdem darf der Spielplatz nur von Personen bis 14 Jahren genutzt werden. Eine Ausnahme gilt für Eltern, die ihre Kinder begleiten. Allerdings: Bei den Planungen für den Spielplatz wurden explizit auch sogenannte Erwachsenenspielgeräte gefordert und verwirklicht. Je nach Auslegung der neuen Vorschriften können diese von Erwachsenen ohne Kinder nun nicht mehr genutzt werden.
Engere Zusammenarbeit
Kontrolliert werden sollen die neuen Regelungen durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Südbrookmerlander Ordnungsamt und der Polizei. Werden Personen außerhalb der Nutzungszeiten, oder oberhalb der zulässigen Altersgrenze angetroffen, sollen diese zunächst verwarnt werden. Im Wiederholungsfall drohen Strafen, die bislang allerdings nicht näher benannt wurden.
Ausdrücklich sollen in die Überwachung auch der Südbrookmerlander Präventionsrat „Kiek vörut“ und der Gemeindejugendpfleger eingebunden werden, vor allem aber vorbeugend.
Notfalls soll Sicherheitsdienst Wache schieben
Vorgesehen ist laut Erdwiens eine „begleitende Evaluierung der Maßnahmen.“ Soll heißen: Der Erfolg der eingeleiteten Schritte wird laufend überprüft. Bringen diese nicht den gewünschten Erfolg, sind weitere Maßnahmen angedacht. Beispielsweise der Einsatz eines Sicherheitsdienstes sowie die Auflösung und der Umzug des Spielplatzes an einen anderen Ort. Dazu wäre allerdings die Zustimmung der Politik nötig.
Dort wird die Lage des Spielplatzes tatsächlich immer wieder kritisiert. Das Problem: Die Fläche liegt in zweiter Reihe und ist von der Straße aus nicht einsehbar. Wer sich dort aufhält, fühlt sich also unbeobachtet.
Die Arbeitsgruppe hat sich darauf verständigt, Termine für weitere Treffen anzusetzen, um den Problemen am Schwanenweg Herr zu werden.