Klimaschutz im Landkreis Aurich Weitere Solar-Dächer auf Kreis-Gebäuden möglich
Ein Ingenieurbüro hat geprüft, auf welchen Immobilien Photovoltaikanlagen statisch und wirtschaftlich machbar sind. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert. Doch die Umsetzung könnte länger dauern.
Aurich - Der Landkreis Aurich könnte für rund 595.000 Euro auf sechs seiner eigenen Gebäude weitere Photovoltaikanlagen installieren. Die Anlagen würden sich nach neun bis 14 Jahren amortisieren, erklärte Horst Brunen vom gleichnamigen Planungsbüro aus Heede (Emsland) am Dienstag im Kreis-Umweltausschuss. Das Büro hatte Statik und Wirtschaftlichkeit für 20 Gebäude geprüft. In Frage kämen die Dächer der Berufsbildenden Schulen Aurich, der Förderschulen Aurich und Moordorf, des Kreishauses im Carolinenhof und der Rettungsdienste in Aurich-Egels und auf Juist. Die mögliche Umsetzung würde sich aber wegen Lieferengpässen in der Branche relativ lange hinziehen, so Brunen. Man müsse teilweise von Lieferzeiten von bis zu einem Jahr ausgehen.
Die Kreispolitik begrüßte mehrheitlich die Pläne. Die Details der Umsetzung soll die Verwaltung nun ausarbeiten. Auf einigen Kreis-Gebäuden gibt es bereits Solaranlagen, die an private Betreiber vermietet sind, wie Baudezernent Eiko Ahten erklärte.
Hans-Gerd Meyerholz (Freie Wählegemeinschaft, Aurich) fragte kritisch, warum man bei den relativ neuen Rettungswachen in Aurich und auf Juist nicht gleich Solaranlagen installiert hat.