Kasernenentwicklung in Aurich  Tempo, Tempo, Tempo beim Kasernenkauf

| | 23.09.2022 12:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Stadt Aurich möchte Flächen auf dem ehemaligen Kasernengelände kaufen. Foto: Romuald Banik
Die Stadt Aurich möchte Flächen auf dem ehemaligen Kasernengelände kaufen. Foto: Romuald Banik
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Seit Mittwoch liegt der Stadt Aurich nun das Preisangebot für ihren Teil des Geländes vor. Er ist deutlich gestiegen. Dennoch soll nun Druck gemacht werden.

Aurich - Das Kaufangebot der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) für den Teil der Auricher Kaserne, den die Stadt selbst übernehmen will, kam am Mittwochmittag per E-Mail. Wie die Verwaltung schon vorausgesehen hatte, werden die dreieckige Fläche im Süden des Geländes plus die Sportanlagen und zwei Flächen am Wasserwerkswerk teurer als kalkuliert.

Dennoch will die Stadt nicht zögern, sondern das Gelände so schnell wie möglich erwerben. Deshalb gab es kurzfristig eine Vorlage für den Konversionsausschuss und den Ortsrat Kernstadt, die am Donnerstag bereits diskutiert wurde. Am Montag sollen der Finanzausschuss und der Verwaltungsausschuss darüber sprechen und am 29. September der Rat die Entscheidung treffen, auf die die Stadt schon lange wartet. Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß sagte, dass die Verwaltung nun einen „absoluten Galopp“ machen wolle.

Preis um 248.000 Euro gestiegen

Zu den Zahlen: Ursprünglich sollten die gut 13 Hektar gut 600.000 Euro kosten. Dieser Preis soll sich laut Bima nun um gut 248.000 Euro auf rund 865.500 Euro erhöhen, weil der Bodenrichtwert gestiegen sei. Das ist immerhin eine Steigerung von 40 Prozent zum vorherigen Angebot. Die Stadt will nach den politischen Beschlüssen mit der Bima noch einmal nachverhandeln und kalkuliert dies nun als Maximalpreis ein.

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Eigentlich könnte die Bima wegen des gestiegenen Bodenrichtwertes sogar fast 500.000 Euro mehr verlangen, heißt es in der Beschlussvorlage. Sie gewähre jedoch Verbilligungen, die die Stadt für die Entwicklung der Flächen - beispielsweise für einen neuen Kindergarten - bekommt. Der Kaufpreis für die Stadt liege in dem Konversionsgebiet somit bei 6,63 Euro pro Quadratmeter. Ein Drittel des Kaufpreises muss die Stadt selbst aufbringen, sagte Busch-Maaß. Den Rest übernehmen Bund und Land.

Bima verhandelt auch weiterhin mit Investor

Da der Bundesfördertopf sich immer weiter leere, sei nun Eile geboten, so die Stadtbaurätin. Die Stadt hat ohnehin aus den Vorjahren noch Fördermittel zur Verfügung, die dringend ausgegeben werden müssen. Und je länger man mit dem Kauf warte, desto teurer werde es. Deshalb soll noch im November der Vertrag unterzeichnet werden.

Die Bima verhandelt nach Angaben von Sprecher Thorsten Grützner parallel weiterin mit dem Bremer Investor Norbert Dittel über Kauf der zentralen Fläche des Kasernengeländes. Die Bima sei „zuversichtlich, den Verkauf noch dieses Jahr zu beurkunden“.

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