Dorferneuerung in Upgant-Schott Zeitweise Flaute in der Diskussion
Es gibt etliche, teils kontrovers diskutierte Ideen zur künftigen Gestaltung der Mühlenumgebung in Upgant-Schott. Doch im Moment heißt es Abwarten.
Upgant-Schott - Die Sitzung der Arbeitsgruppe „Mühlenbereich Upgant-Schott“ in der kommenden Woche ist verschoben. Das liegt laut Planerin Dr. Christiane Sell-Greiser, die das Förderprojekt Dorfregion Brookmerland und die Bürgerbeteiligung betreut, an Terminschwierigkeiten. Es sollten alle an der Diskussion Beteiligten teilnehmen können, so Sell-Greiser. Das sei am geplanten Termin, dem 7. September nicht der Fall. Ein neues Datum soll sehr bald bekannt gegeben werden.
Inhaltlich wollte sich Sell-Greiser nicht weiter zu den bisherigen Projekt-Ideen äußern. Auf Nachfrage bestätigte sie, dass vorgeschlagen worden sei, im früheren Wohnteil des Müllerhauses ein Café einzurichten. In der Scheune befindet sich das Vereinsheim des Boßelvereins Goode Trüll.
Vereine im Umfeld gegen Sackgassen-Regelung
Wie berichtet, waren einige Ideen aufgekommen, wie das Areal rund um die Mühle verändert werden könnte. Ein Dorfplatz wurde gewünscht, eine Belebung des Mühlenbereichs durch ein Café oder einen Hofladen, die Veränderung der Einmündung des Schiffsleidingsweges in den Mühlenloog – und möglicherweise die Sperrung des Mühlenlooges für den Kraftverkehr auf Höhe des Möhlenkamps, als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung.
Der letzte Vorschlag sorgt bei den anliegenden Vereinen für Abwehr. Melanie Maas, Vorsitzende von Goode Trüll, sagte den ON, dass eine Sackgassenlösung für den Mühlenloog nicht im Sinne des Boßelvereins sei. „Das wäre für uns kontraproduktiv, weil wir dann quer durchs Dorf zum Vereinsheim fahren müssten.“
Kein Kommentar zum Diskussionsstand
Ansonsten wollte Maas die bisher geäußerten Ideen nicht kommentieren. Der Verein bringe sich weiterhin in die Arbeitsgruppe ein. Kommentieren wollte die bisher diskutierten Ideen auch Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels nicht. Er wolle der Diskussion beziehungsweise den Ideen der Arbeitsgruppen-Mitglieder nicht vorgreifen.
Alfred Janssen, Kassenwart und früherer Vorsitzender im Mühlenverein, hatte sich schon im April in einer Gemeinderatssitzung gegen die angedachte Bebauung an der Ecke Mühlenloog/Schiffleidingsweg ausgesprochen, weil dadurch die Sicht auf die Mühle versperrt und der Wind anders – und möglicherweise gefährlich für die Mühle – umgelenkt werden könnte. Gegen eine Bebauung hinter dem Müllerhaus spreche nichts. Aber die andere Fläche solle aus seiner Sicht lieber als kleiner Park gestaltet und als grüne Lunge erhalten bleiben, so Janssen.
Café brauchte Betreiber
Er ist auch kein Freund der Sackgassen-Idee. Der Mühlenverein lehne den Vorschlag ab, weil die Mühle dann deutlich schlechter erreichbar wäre. Nach seinem Eindruck sei die Idee in der Arbeitsgruppe aber auch schon nicht mehr so aktuell, sagte Janssen. Auch ein Dorfplatz sei aus Sicht des Mühlenvereins an dieser Stelle nicht erforderlich.
Ein Café im Müllerhaus könne eine Bereicherung sein, meint Janssen. Es stelle sich jedoch auch die Frage, wer dieses betreiben solle. In nicht allzu großer Entfernung gebe es das Hotel Zur Waage, Störtebekers Teestube und die Bäckerei Grünhoff. Janssen macht eines klar: „Wir vom Verein können uns nicht noch um ein Café kümmern, wir haben schon viel mit der Mühle zu tun.“ Zudem sei dem Verein das Risiko zu groß. Und es müsste in dem Wohngebäude einiges umgebaut werden.
Sell-Greiser betonte, dass das ganze Projekt noch am Anfang stehe. Bislang sei nichts entschieden, eine Antragstellung für Fördermittel sei in diesem Jahr nicht geplant. „Wir sammeln alle Ideen ein, die gemacht werden“, so die Planerin – unabhängig davon, ob es Widerspruch dagegen gebe oder ob sie zunächst unrealisierbar erschienen. Erst in einem zweiten Schritt werden diskutiert, was wirklich umgesetzt werden soll.