Erntebilanz für Ostfriesland  Landwirte trotz Trockenheit mit Erträgen zufrieden

| | 23.08.2022 15:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Ernte, hier bei Aurich-Dietrichsfeld, fiel in diesem Jahr gut aus. Foto: Romuald Banik
Die Ernte, hier bei Aurich-Dietrichsfeld, fiel in diesem Jahr gut aus. Foto: Romuald Banik
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Der Klimawandel sorgt in vielen Regionen Deutschlands für zunehmende Probleme. In Ostfriesland kommen zumindest die Bauern bisher noch glimpflich davon.

Aurich Die Landwirte in Ostfriesland sind trotz der relativen Trockenheit mit der bisherigen Ernte zufrieden. „Es hat ertrags- und qualitätsmäßig gepasst“, sagte die Sprecherin des Landwirtschaftlichen Hauptverbands (LHV) mit Sitz in Aurich, Maren Ziegler, auf ON-Anfrage. Die Erträge seien besser als im vergangenen Jahr.

Das sonnige, trockene Wetter sei zum richtigen Zeitpunkt gekommen. So sei die Ernte in den vergangenen Wochen relativ stressfrei für die Landwirte gelaufen. „In den Vorjahren gab es immer wieder Schauer“, so Ziegler. Raps und Getreide seien trocken genug gewesen, anders als in anderen Jahren. So habe man Energie für Trocknungsmaßnahmen gespart, sagte die LHV-Sprecherin mit Blick auf die hohen Energiepreise.

Marschböden konnten Wasser gut speichern

Grundsätzlich müsse man das gesamte Jahr betrachten. Und im Februar habe es relativ viel Regen gegeben. Die Marschböden im Norden und Westen Ostfrieslands hielten das Wasser sehr gut. Auf sandigen Böden dagegen, etwa um Aurich herum, habe der Mais schon etwas gelitten. Dessen Ernte steht im September bevor.

Etwa die Hälfte werde als Futter verwendet, der Rest für Biogasanlagen, schätzt Ziegler auf Nachfrage. Beim Getreide geht der Großteil in die Futterherstellung für Kühe, Schweine, Hühner – hauptsächlich laut der Sprecherin in der Region.

Auswirkungen des Klimawandels in Ostfriesland weniger stark wie anderswo

Grundsätzlich sei Ostfriesland, anders als andere Landstriche in Deutschland, eine „Gunstregion“: mit guten Böden und guten Wetterbedingungen. Deshalb wirke sich der Klimawandel hier noch nicht so negativ aus wie in anderen Regionen. Dürrejahre wie 2017/18/19 hinterließen aber auch bei ostfriesischen Landwirten und ihren Erträgen Spuren. „Das war dann nicht mehr witzig“, so Ziegler.

Das niedersächsische Landesamt für Statistik hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Getreideernte mit rund 5,9 Millionen Tonnen (ohne Körnermais) voraussichtlich knapp elf Prozent über dem Vorjahreswert liegt.

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