Krippe wird erweitert  Ein Container für die Kleinsten in Moordorf

| | 10.08.2022 17:42 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Container sind schon da. Bis sie von den Kindern bezogen werden, dauert es aber noch etwas. Foto: Holger Janssen
Die Container sind schon da. Bis sie von den Kindern bezogen werden, dauert es aber noch etwas. Foto: Holger Janssen
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Für die Krippenkinder der Kita „Moordörper Nüst“ steht demnächst ein Umzug an. Der Grund sorgt bei Verantwortlichen für Freude.

Moordorf - Es tut sich etwas an der Kindertagesstätte „Moordörper Nüst“ an der Ringstraße in Moordorf. Seit einigen Tagen stehen dort die Container, in denen Kinder in den kommenden Monaten betreut werden sollen.

Hintergrund ist die geplante Erweiterung um eine weitere Krippengruppe und eine Mensa. Für Kinder und Personal sind die Arbeiten jedoch mit einigen Umstellungen verbunden.

Planungen seit rund zwei Jahren

Schon 2020 wurde die Erweiterung der Einrichtung um eine zusätzliche Krippengruppe auf den Weg gebracht. Mittlerweile sind die Planungen weitgehend abgeschlossen und die Aufträge an die verschiedenen Baufirmen vergeben. Doch bevor gebaut wird, muss auf dem Gelände zunächst eine Unterbringungsmöglichkeit für die jetzigen Krippenkinder geschaffen werden. Dort, wo sich ihre Räume derzeit befinden, haben demnächst Handwerker das Sagen. Dafür bekommen die Kleinen vorübergehend ein neues Container-Reich. Auf dem Vorplatz der Kita wurden die Container aufgestellt. Aktuell läuft der Innenausbau. Ans Stromnetz wurden die Container bereits angeschlossen, schon bald sollen auch Frisch- und Abwasser fließen können. Rund 70.000 Euro lässt sich die Gemeinde die Anmietung der Container kosten.

Das neue Kita-Jahr startet in der kommenden Woche. Bis die Krippengruppe in die Container zieht, wird es nach Worten von Frank Süßen von der Gemeindeverwaltung aber noch etwas dauern. Die Eingewöhnungszeit für die neuen Krippenkinder soll, gemeinsam mit denen, die die Einrichtung schon länger besuchen, zunächst in den gewohnten Räumen stattfinden. Die Container sollen die Kinder dann nach und nach kennenlernen können.

Hoffnung auf Start im kommenden Jahr

Dr. Nele Krampen, Geschäftsführerin des Kita-Trägers Lebenshilfeeinrichtungen im Landkreis Aurich (Leila) hofft, dass die Erweiterung bis zum Start des Kitajahres im Sommer 2023 abgeschlossen ist. Zumindest die Planungen dürften ihre Hoffnungen dabei bestärken. Frank Süßen geht jedenfalls derzeit davon aus, dass der Termin zu halten sein wird. Für Nele Krampen und ihr Team bedeutet das, dass demnächst mit der Personalsuche begonnen werden kann.

Schließlich werden für eine neue Gruppe auch neue Mitarbeitende benötigt. Neben der zusätzlichen Krippengruppe soll das Moordörper Nüst auch eine Mensa samt Ausgabeküche bekommen. Auch dafür starten die Arbeiten demnächst. Rund ein Jahr lang teilen sich die Kinder die Einrichtung also mit Bauarbeitern. Die Erweiterung der Kita in Victorbur hat aber gezeigt, dass dies durchaus spannend sein kann. Immer wieder standen die Kinder dort am Zaun und schauten sich das handwerkliche Treiben an.

Weiterer Umbau geplant

Begonnen werden soll bald auch mit Kita-Bauarbeiten an anderer Stelle. Wie Frank Süßen den ON auf Anfrage sagte, rechnet er in etwa zwei Wochen mit dem Beginn des Umbaus der ehemaligen Haupt- und Realschule zu einer Kita. Dort, so das Ziel, sollen noch im Herbst die Krippengruppen der Moordorfer DRK-Kita einziehen.

Einen weiteren Winter müssten die Kinder dort nicht in Containern verbringen, so Süßen. Bis letztendlich auch die Kitagruppen aus dem bisherigen Stammgebäude umziehen müssen, dauert es aber noch etwas.

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