Bundeswehr sucht Bewerber Großes Interesse für Jobs bei der Truppe
Vier Bundeswehr-Karriereberater arbeiten im Beratungsbüro in Aurich. Sie führen jährlich mehr als 5000 Gespräche. Dennoch werden Fachkräfte gesucht – am Sonnabend am Badesee Tannenhausen.
Tannenhausen - Vier Berater im Auricher Karriereberatungsbüro der Bundeswehr führen jährlich insgesamt mehr als 5000 Gespräche mit Interessenten. Das Interesse in der Region an der Bundeswehr als Arbeitgeber sei eigentlich hoch, sagte Hauptmann Markus Meyer, Leiter des Karriereberatungsbüros, bei der Veranstaltung „Bundeswehr kann Mee(h)r“ am Sonnabend am Badesee Tannenhausen.
Dennoch trifft der allgemeine Fachkräftemangel auch die Truppe. Auch deshalb stellten sich mehrere Verbände am Sonnabend in ungewöhnlicher Umgebung vor. Die Bundeswehr spendierte am Nachmittag freies Wakeboarden und hatte Sportsoldat Max Milde eingeladen, der Europameister im Wakeboarden ist.
Wie eine Kleinstadt, die sich selber versorgen kann
Laut Meyer fehlt es derzeit vor allem an IT-Fachleuten und Handwerkern. Doch im Grunde sucht die Bundeswehr neue Mitarbeiter in quasi allen Bereichen. „Wir sind wie eine Kleinstadt und müssen uns grundsätzlich selbst versorgen können“, so Meyer. Deshalb werde vom Maler über die Küchenkraft, den Elektriker, den Tiefbauer bis hin zum Juristen, Arzt und Piloten alles gebraucht.
Die Bundeswehr muss nicht nur ihre ruhestandsbedingten Abgänge ausgleichen, sondern auch wachsen. Derzeit liegt sie bei einer Stärke von etwas mehr als 183.000 Soldaten, soll aber in den nächsten Jahren auf rund 200.000 vergrößert werden.
Laut Meyer habe die Bundeswehr einiges zu bieten, müsse aber immer die Hürde überspringen, dass die Bewerber nicht nur fachlich gut sein müssen: „Sie sind in erster Linie Soldat.“ Zum Dienst gehören auch Auslandseinsätze. Egal, ob es das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst in Leer oder das Kommando Spezialkräfte der Marine ist — am Badesee berichteten beide von Einsätzen in Krisengebieten.
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