Folgen des Ukraine-Kriegs Landkreis Aurich baut Flüchtlingsunterkünfte massiv aus
Nicht nur durch den Ukraine-Krieg bleibt der Zustrom von Geflüchteten in den Kreis Aurich ungebrochen. In den nächsten Wochen entstehen weitere Unterbringungsmöglichkeiten – vor allem mit Containern.
Aurich - Wegen des stetigen Zustroms weiterer Flüchtlinge werden die Plätze in Unterkünften im Landkreis Aurich massiv ausgebaut. Gab es Mitte Mai noch 209 Plätze in vier Unterkünften in Utlandshörn, Norden, Aurich und Wiesmoor, so könnten es bis September/Oktober 1171 Plätze sein. Diese Zahlen nannte Ordnungsamtsleiter Marcel Schäfer am Dienstag im Sozialausschuss.
Die Unterkunft in Utlandshörn werde man mit Containern noch einmal um 76 auf 330 Plätze erweitern. Außerdem wird übergangsweise ein nicht benötigtes Verwaltungsgebäude an der Mackeriege in Norden von August bis Oktober mit 60 Plätzen belegt. Zudem hat der Kreis ein Angebot über die Lieferung von 100 Containern mit 400 Plätzen im August. Diese würden aber nicht alle an einem Standort aufgestellt, so Schäfer. Ein weiteres Angebot von einem externen Anbieter gebe es für ein Containerdorf mit 160 Plätzen in Norden – ab September/Oktober.
Im Oktober/November wohl alles wieder belegt
Trotz dieses starken Ausbaus würden bei gleichbleibendem Zustrom von Flüchtlingen bereits im Oktober/November alle Unterkünfte wieder voll belegt sein, so Schäfer. Erst vor wenigen Tagen war eine neue Unterkunft in der Auricher Kaserne mit 72 Plätzen geschaffen worden. Dort werden zwei weitere Gebäude mit 300 Plätzen untersucht, die aber frühestens 2023 bezugsfertig sind.
Die Suche nach Wohnraum ist weiter eine der Haupt-Herausforderungen für die Kreisverwaltung. Immerhin habe man derzeit 516 Geflüchtete in Wohnungen vermittelt – und Wohnraum für 183 Personen frei.
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