Aurich/Hannover  Zentralklinik: Land schlägt 80-Prozent-Förderung vor

| | 01.06.2022 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So soll sie aussehen, die geplante Zentralklinik in Uthwerdum (Südbrookmerland). Grafik: Trägergesellschaft
So soll sie aussehen, die geplante Zentralklinik in Uthwerdum (Südbrookmerland). Grafik: Trägergesellschaft
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Die Höhe der Zuschüsse gilt beim Bau des Großkrankenhauses als entscheidend. Die Landesregierung macht einen Vorschlag, der die Planer freuen dürfte. Doch es gibt einen Unsicherheitsfaktor.

Aurich/Hannover - Eine Förderung der geplanten Zentralklinik in Uthwerdum in Höhe von 460 Millionen Euro schlägt das Land Niedersachsen vor. Das entspräche, gemessen an der förderfähigen Investitionssumme von 567 Millionen Euro, einer 80-Prozent-Förderung.

Diesen Vorschlag macht die Landesregierung dem Krankenhausplanungsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, 15. Juni, teilten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Wiard Siebels (Aurich) und Matthias Arends (Emden) am Mittwoch mit.

Frage der Baukostensteigerung nicht abschließend geklärt

Das niedersächsische Sozialministerium habe am Mittwoch die Tagesordnung und die Einladung zum Krankenhausplanungsausschuss verschickt, heißt es in einer Mitteilung der Abgeordneten. Dort soll am 15. Juni die Förder-Entscheidung über die Zentralklinik in Georgsheil fallen.

Lediglich die Frage der Übernahme der während der Bauzeit möglichen und wahrscheinlichen Baukostensteigerungen sei noch nicht abschließend geklärt, so Siebels und Arends.

Siebels: Förderung wächst mit Baukosten

Siebels erklärte dazu auf ON-Nachfrage, es sei in der Regel so, dass die Förderung bei steigenden Baukosten „mitwächst“. Das sei bei anderen Projekten auch so gewesen, so Siebels.

In den offiziellen Förderantragsunterlagen, die im Februar von der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden beim Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) eingereicht wurde, wird von Baukosten von rund 567 Millionen Euro ausgegangen. Die Verantwortlichen gehen aber von einer möglichen Baukostensteigerung auf bis zu 720 Millionen Euro aus.

Landrat und Oberbürgermeister: Ganz wichtiges Signal

Der Auricher Landrat Olaf Meinen und der Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff (beide parteilos) reagierten erwartungsgemäß „höchst erfreut“ auf die Nachricht. „Das ist ein ganz wichtiges Signal“, wird Kruithoff in einer Mitteilung zitiert. Meinen und er zeigten sich mit Blick auf die am 15. Juni anstehende Förderentscheidung „ausgesprochen zuversichtlich.“

Dass die Realisierung des Projekts nun konkret werde, sei auch als Ergebnis der „vielen guten Gespräche“ zu werten, die es zwischen Landkreis, Stadt und Land in der Sache gegeben habe. Das Land habe sich zur Zentralklinik stets eindeutig positiv positioniert. „Jetzt kommen wir der Umsetzung näher“, hob Landrat Meinen hervor.

Großklinik mit 814 Betten geplant

Bereits im April 2016 hatte das Land Niedersachsen das Großprojekt in Südbrookmerland in den Krankenhausplan aufgenommen.

Auf einem rund 36 Hektar großen Grundstück auf den Uthwerdumer Äckern zwischen Georgsheil und Moordorf/Victorbur planen der Landkreis Aurich und die Stadt Emden eine gemeinsame Großklinik mit 814 Betten und 96 tagesklinischen Plätzen für die Psychiatrie auf 40.000 Quadratmetern Nutzfläche.

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