Neue Ansätze für Tourismus Windfestival und Schlickschlitten-Games in Ostfriesland
Neue, digitale Format für den Kulturtourismus: Das ist das Ziel eines großen Projekts, an dem der Landkreis Aurich beteiligt ist.
Aurich - Ein „Windfestival“ oder „Schlickschlitten-Games“ auf dem Computer. Neue Ideen für den Kulturtourismus will die Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG) entwickeln. In das Projekt „Klima-Kunst-Kulturtourismus“ der Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und der Stadt Emden sollen rund 1,1 Millionen Euro fließen.
Der Großteil des Geldes soll als Förderung vom Land Niedersachsen Der Landkreis Aurich beteiligt sich daran, mit insgesamt gut 119.000 Euro. Den Vorschlag hat der Kreis-Wirtschaftsausschuss am Dienstag mehrheitlich durchgewinkt.
„Tag des Windes“ könnte am EEZ stattfinden
Oliver Knagge, bei der OTG für das Online-Marketing zuständig, stellte in der Auricher Stadthalle einige der Ideen vor. Zum Beispiel ein „Windfestival“, das über mehrere Wochen an verschiedenen Standorten in Ostfriesland stattfinden könnte – unter Beteiligung alter Windmühlen und moderner Windkraftanlagen. Windskulpturen, kinetische Figuren und ein „Tag des Windes“ am Auricher Energie-Erlebnis-Zentrum (EEZ) könnten dazugehören, so Knagge.
Ein weiterer Vorschlag: Die Programmierung eines Computerspiels mit „Ostfriesland-Games“, also etwa Schlickschlittenrennen oder Pultstockspringen. Knagge nannte bekannte Computerspiele der 1980er-Jahre wie „Summer Games“ als mögliche Vorbilder.
Virtueller Seehund im Pokemon-Stil
Eine weitere Idee: sogenannte „Virtual Idols“. Das wären Figuren, etwa ein Seehund, die sich per Handy in die reale Welt platzieren lassen – ähnlich wie in dem sehr beliebten Handy-Spiel „Pokemon Go“.
In einer Kooperation mit der Landesbühne Nord soll es außerdem ein „Festival of living pictures“ geben. Dabei werden berühmte Gemälde, etwa aus der Kunsthalle Emden, in realer Kulisse dargestellt. „Das hat durchaus internationale Strahlkraft“, ist Oliver Knagge überzeugt.
In Sachen Digitalisierung und dem Einsatz innovativer, neuartiger Formate und Technologien habe der Tourismus in Ostfriesland ganz sicher noch Nachholbedarf, so Knagge.