Badesee in Tannenhausen  Parkgebühren am See sollen steigen

| | 24.05.2022 14:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Badesee in Tannenhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Ostfriesen und Urlauber.Foto: Udo Hippen
Der Badesee in Tannenhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Ostfriesen und Urlauber.Foto: Udo Hippen
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Bisher kann man am Badesee in Tannenhausen für höchstens zwei Euro pro Tag parken. Doch die Stadt sucht nach Einnahmequellen.

Aurich - Die Parkgebühren am Badesee Tannenhausen werden voraussichtlich im Herbst auf bis zu vier Euro pro Tag steigen. Die Auricher Stadtverwaltung soll in den nächsten Wochen eine entsprechende Beschlussvorlage ausarbeiten. Das hat der Finanzausschuss am Montag beschlossen. Die Grünen-Fraktion hatte gefordert, die Tagespauschale zu erhöhen, um das jährliche Defizit des Badesee-Betriebs zu senken.

Die Stadtverwaltung legte daraufhin drei mögliche Varianten für eine Erhöhung vor. Bisher liegt der Tageshöchstbetrag bei zwei Euro. Bei einer Erhöhung auf drei Euro würde die Stadt bei 25.500 verkauften Tickets 55.500 Euro einnehmen statt wie bisher 41.300 Euro.

Bei bis zu fünf Euro würden sich Einnahmen verdoppeln

Bei einem Höchstbetrag von vier Euro wären es 61.000 Euro, bei einem Höchstpreis von fünf Euro wären es 85.500 Euro – das würde immerhin mehr als eine Verdopplung der bisherigen Einnahmen bedeuten. Angesichts des Millionendefizits im städtischen Haushalt allerdings freilich eine eher kleine Summe.

Dass die Gebühren erhöht werden sollen, darüber herrscht bei den Fraktionen offenbar Einigkeit. „Zwei Euro für einen ganzen Tag sind doch sehr niedrig. Wir müssen das Defizit reduzieren“, sagte SPD-Fraktionschef Harald Bathmann. Mit einem Tageshöchstpreis von vier Euro könne sich die CDU-Fraktion anfreunden, sagte Monika Gronewold. Die Erfahrung lehre: „Was nix kostet, ist auch nix.“

Linke: Nur moderate Erhöhung

Reinhard Warmulla (Linke) äußerte sich etwas zurückhaltender. Wenn überhaupt, dann sollte es nur eine „moderate“ Erhöhung geben. Ein Tageshöchstpreis von fünf Euro sei zu hoch. Arno Fecht schlug vor, die erzielten Mehreinnahmen durch höhere Parkgebühren dann auch ausschließlich für den Badesee zu verwenden – was aber laut Ausschussvorsitzendem Bodo Bargmann (CDU) haushaltsrechtlich schwierig würde.

Volker Rudolph (GAP) betonte, Ziel müsse sein, den Autoverkehr zum Badesee Tannenhausen zu reduzieren. Er schlug daher vor, versuchsweise einen Linienbus dorthin einzurichten. Derzeit gibt es zwar eine Linie 378 der Busfirma Edzards, die etwa zweistündlich durch Tannenhausen fährt. Diese bedient allerdings nur selten die direkten Haltestellen am See – und ausgerechnet sonnabends und sonntags gar nicht.

Erik Antonczyk (GFA) aus dem Ortsrat Tannenhausen forderte von der Stadtverwaltung, dass bei einer Gebührenerhöhung auch verstärkt kontrolliert werden muss, um „Wildparken“ im Dorf zu vermeiden. Bürgermeister Horst Feddermann versprach direkt: „Wir werden dort mehr kontrollieren.“ Er betonte zudem, dass die Stadt auch noch mit den beiden Gastronomie-Pächtern am Badesee, Kanzler und Northbound, sprechen werde.

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