Neue Schule für Moordorf FCSO: Beteiligte schweigen zu Gesprächen
Kommt die FCSO nach Moordorf oder nicht? Darüber schweigen sich die Beteiligten bislang aus. Nun soll es aber Antworten geben.
Moordorf - Kommt sie, oder kommt sie nicht? Die Frage nach einer Außenstelle der Freien Christlichen Schule Ostfriesland (FCSO) in Moordorf ist nach wie vor unbeantwortet. Nach monatelangen Gesprächen ist über eine abschließende Entscheidung noch nichts bekannt.
In der vergangenen Woche hat es erneut ein Treffen zwischen Vertretern der Schule und der Gemeindeverwaltung gegeben. Doch darüber, was bei den Gesprächen herausgekommen ist, schweigen sich die Beteiligten aus. Noch jedenfalls. In dieser Woche soll es Antworten geben.
Gespräche laufen seit gut einem Jahr
Wie berichtet, war die FCSO aus Moormerland bereits im Frühjahr vergangenen Jahres an die Gemeinde Südbrookmerland herangetreten und hatte Interesse bekundet, eine Außenstelle im Gebäude der Haupt- und Realschule in Moordorf einzurichten. Nachdem es zunächst nur lockere Gespräche zwischen Verwaltung und Schule gegeben hatte, wurden diese zu Beginn dieses Jahres intensiviert.
Richtig Fahrt nahm die Sache dann auf, nachdem Vertreter der Schule ihr Konzept in einer öffentlichen Sitzung des Schulausschusses vorgestellt hatten. Vor allem die seinerzeit ins Spiel gebrachte Idee einer Übergangsklasse sorgte für Wirbel. Der Plan: Kinder aus Südbrookmerland könnten schon in diese Jahr in den fünften Jahrgang in Moormerland eingeschult werden, um dann 2023 nach Moordorf zu ziehen. Der Start der Außenstelle ist nämlich frühestens für das Schuljahr 2023/2024 und nur mit einem fünften Jahrgang vorgesehen. Kinder, de schon in diesem Jahr in die fünfte Klasse wechseln, haben keine Chance, die FCSO zu besuchen.
Spontane Idee sorgte für Wirbel
Die Idee der Übergangsklasse, die dem Vernehmen nach eher spontan als gut geplant entstanden war, hatte vor allem in Südbrookmerland für Wirbel gesorgt. Manchen Eltern ging es nicht schnell genug. Die Diskussion wurde zunehmend emotional. Ernüchterung dann, als die Gemeindeverwaltung Ergebnisse einer kurzfristig durchgeführten Elternbefragung vorstellte und sich der Großteil der Eltern dabei für ihre Kinder den Besuch einer Realschule und eben nicht der FCSO wünschte.
Allerdings: Die FCSO wäre in Moordorf nicht an Einzugsbereiche gebunden und könnte auch Kinder aus anderen Gemeinden aufnehmen. Die Verwaltung um Bürgemeister Thomas Erdwiens hält nach den Ergebnissen der Befragung eine zweizügige FCSO, also mit zwei Parallelklassen pro Jahrgang, für realistisch.
Übergangsklasse vom Tisch
Die Einrichtung der Übergangsklasse ist mittlerweile vom Tisch, vor allem, weil nicht genügend Anmeldungen eingegangen waren. Grundsätzlich, so Schulleiter Christian Hunsmann vor einigen Wochen im ON-Gespräch, könnten Kinder dennoch für den Besuch der FCSO ab diesem Sommer angemeldet werden. Ob es aber mit einem Umzug nach Moordorf im kommenden Jahr klappt, hängt von den dann eingehenden Anmeldungen ab. Ein Lotteriespiel also.
Informationen für Mittwoch angekündigt
Zudem ist - zumindest öffentlich - noch überhaupt nicht klar, ob die FCSO tatsächlich nach Moordorf kommt. Nach den Gesprächen in der vergangenen Woche wollen sich die Beteiligten bislang nicht in die Karten schauen lassen. Konradd Huismann, Chef des Trägervereins der Schule, spricht lediglich von einem „guten Gespräch“. Über Ergebnisse sagte Huismann nichts und verwies auf ein für Mittwoch angesetztes Pressegespräch im Rathaus.
Befragung: Eltern wollen offenbar eine Realschule
FCSO stellt Antrag auf Außenstelle
FCSO: Übergangsklasse unwahrscheinlich
Dem wolle er nicht vorgreifen. Auf diese Vorgehensweise habe man sich mit der Gemeindeverwaltung geeinigt. Die Verantwortlichen dort waren am Montagvormittag für eine Stellungnahme gegenüber den ON nicht zu erreichen. Auch die Südbrookmerlander Politik ist bislang offenbar noch nicht über Ergebnisse aus dem Gespräch informiert worden. Es ist also noch etwas Geduld gefragt.