Politik ringt sich durch  Pflaster in Auricher Fußgängerzone wird erneuert

| | 17.05.2022 16:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit 2019 arbeiten Firmen am Leitungsnetz unterhalb der Straßen. Bald soll das Pflaster dies zudecken. Foto: Romuald Banik
Seit 2019 arbeiten Firmen am Leitungsnetz unterhalb der Straßen. Bald soll das Pflaster dies zudecken. Foto: Romuald Banik
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Am Geld soll es nicht scheitern: Trotz Kostenexplosion wird der Auftrag für die Sanierung der Auricher Fußgängerzone vergeben. Sorge macht der Stadt eine andere Sache.

Aurich - Ein bisschen Durchringen war erforderlich. Aber am Montag hat eine Mehrheit im Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Aurich beschlossen, dass die Sanierung der Fußgängerzone nicht an Baukostensteigerungen scheitern soll.

Wie Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß auf ON-Nachfrage sagte, lagen der Stadt zwei Angebote auf die Ausschreibung vor. Der VA habe sich für das günstigere Angebot entschieden. Nun beginne die Stillhaltefrist, in der der unterlegene Bieter noch Zeit zum Einspruch habe. Danach solle der Auftrag vergeben werden, so Busch-Maaß. In der Ausschreibung ging es laut Busch-Maaß um das Komplettpaket der Sanierung, das jetzt noch ansteht. Also darum, das ausgesuchte Pflaster zu kaufen und zu verlegen, aber auch um die Möblierung mit Bänken und Leuchten sowie um die Begrünung.

Das Problem mit dem Material

Wie Bürgermeister Horst Feddermann Anfang April bekannt gegeben hat, lagen beide abgegebenen Angebote deutlich über der ursprünglichen Kostenschätzung der Stadt. Statt 3,2 Millionen Euro wird sich die letzte Phase der Sanierung nun auf rund 4,5 Millionen Euro belaufen. Das Angebot, das den Zuschlag bekommen habe, liege jedenfalls unter dieser Grenze.

Nun sei noch spannend, ob Materialengpässe noch Umplanungen nötig machten, sagte Busch-Maaß. Ob der Unternehmer sich jetzt schon mit möglichst viel Material bevorraten wolle, um weiteren Kostensteigerungen und Engpässen zu entgehen, sei Gegenstand von weiteren Gesprächen.

Bei der Bemusterung und der Bürgerbeteiligung zur Auswahl des Pflasters im August 2020 kalkulierte die Stadt noch mit Baukosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Davon, so hieß es damals, würden zwei Drittel von Land und Bund gefördert. Allerdings gab es damals einen Höchstfördersatz von 200 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt kalkulierte mit Eigenmitteln in Höhe von 1 Millionen Euro. Inzwischen hat sich die Stadt laut Busch-Maaß per Antrag darum bemüht, dass die Förderstelle die Summe aufstockt. Denn drastisch gestiegene Baukosten treffen alle Förderprojekte.

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