Aurich berät Klimaschutzkonzept  Volle Konzentration auf den Feinschliff der Maßnahmen

| | 17.05.2022 08:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit Jahren protestieren Jugendliche in Aurich für Klimaschutz. Foto: Heino Hermanns
Seit Jahren protestieren Jugendliche in Aurich für Klimaschutz. Foto: Heino Hermanns
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Satz für Satz berät der Umweltausschuss Bausteine des Klimaschutzkonzepts. Binnen kurzer Zeit muss ein langfristig angelegter Plan festgezurrt werden.

Aurich - Die Sitzung des Auricher Umwelt- und Klimaausschusses am Dienstag dürfte lang werden. Und besonders, denn es geht um gemeinsame Textarbeit, die an ein Seminar in der Uni erinnert. Die Politiker gehen alle 35 Maßnahmen, die im Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt verankert werden sollen, im Detail durch.

Jede ist auf einer Seite beschrieben. Für jede Maßnahme muss zudem festgelegt werden, ob sie kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden soll. Ziel ist, dass die Stadt bis zum Jahr 2045 klimaneutral wird.

Maßnahmenliste steht seit April

Vorgestellt wurden sämtliche Maßnahmen, die die Stadt dort aufnehmen will, bereits in einer Ausschusssitzung Anfang April. Lange diskutiert wurde damals nicht darüber, Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß forderte die Ausschussmitglieder aber nachdrücklich dazu auf, Änderungs- oder Ergänzungswünsche binnen weniger Tage per E-Mail an die Verwaltung zu schicken, damit diese noch eingearbeitet werden können.

Einige Rückmeldungen habe es gegeben, so Busch-Maaß. Aus ihrer Sicht sei die Maßnahmenliste damit abgestimmt. Seitdem wird vom Planungsbüro Energielenker an den einzelnen Bausteinen des Konzepts gefeilt.

Der Zeitplan ist eng

Seit einer Woche liegen die Blätter den Mitgliedern des Umweltausschusses zum Durcharbeiten und zur Besprechung in den Fraktionen vor. Nun gehe es um Feinheiten in den Formulierungen und letzte Änderungen.

Im Bürgerinfosystem, wo Unterlagen zu den Tagesordnungspunkten üblicherweise im Vorfeld veröffentlicht werden, sind die einzelnen Maßnahmenblätter bisher nicht zu finden. Die Sitzung ist aber öffentlich. „Wir gehen die Maßnahmenbeschreibungen dort Satz für Satz durch“, so Busch-Maaß.

Stadtbaurätin: Chance jetzt nutzen

Sie hält es für wichtig, dass die Politik vor der Sitzung die nötige Ruhe hatte, sich intensiv mit den Vorhaben zu befassen – ohne dass parallel bereits eine öffentliche Diskussion stattfindet. Der Zeitplan bis zur Abgabe des Maßnahmenkatalogs ist äußerst eng. Am 31. Juli ist die Deadline. „Danach wird es keine weitere Chance geben“, so Busch-Maaß. Deshalb müsse die Arbeit „nun zum Abschluss kommen, und es ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit, dass wir ein gemeinsames Konzept hinbekommen.“

„Es geht nicht darum, irgendetwas zurückzuhalten“, so Busch-Maaß, „sondern darum, die Sachen extrem konzentriert und in gemeinsamer Abstimmung auf den Weg zu bringen.“ Die Schlussfassung soll vom Rat am 7. Juli beschlossen werden.

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