„Perspektive Innenstadt“ Mobile Bühnen auf Anhängern für mehr Flexibilität in Aurich
Einige Pläne für die Belebung der Auricher Innenstadt haben sich etwas geändert. Unter anderem will die Stadt jetzt etwas bei den Veranstaltungen anders machen.
Aurich - Im Zwischenstand beim Förderprogramm Perspektive Innenstadt kündigen sich einige Änderungen an. Wie aus einer Vorlage für die Politik hervorgeht, müssen bei der geplanten „Roten Linie“ und einigen Social-Media-Projekten Abstriche gemacht werden. Andere Projekte entwickeln sich nach jetzigem Stand gut, werden aber teurer.
Bei der „Roten Linie“, die als optisches Element die Nord-Süd-Achse zwischen Pferdemarkt, Norderstraße, Georgswall und Caro durch die Stadt führen sollte, habe sich der Bereich des Marktplatzes als problematisch erwiesen, sagte Bürgermeister Horst Feddermann auf ON-Nachfrage. Dort werde die Linie öfter zugestellt, was dem Zweck zuwiderlaufe. Außerdem bestehe die Gefahr, dass eine aufgemalte Linie schnell abgerieben werde. Eine Pflasterung werde zu teuer.
Einige Projekte werden teurer
Die Workoutgeräte für den Georgswall und das Große Sett kosten wohl mehr als geplant. Das gilt auch für die drei geplanten Videowalls, die auf Veranstaltungen in der Stadt hinweisen sollen. Statt 100.000 Euro wurden nun 130.000 Euro beantragt. Geeignete Standorte seien aber gefunden, heißt es in der Vorlage.
Auch beim Projekt Marktplatzbelebung gibt es Neuerungen. Dies Thema war der Kaufmannschaft und vielen Ratsleuten in den Beratungen sehr wichtig, sodass das Budget bereits angehoben wurde. Der Vorschlag der Kaufleute war, mit mobiler Begrünung, Sitzgelegenheiten und Schirmen zur Belebung beizutragen.
Mobile Bühnen sind städtischen Veranstaltungen vorbehalten
Die Stadt hat neben dem beschlossenen Budget für einen Popup-Store, der in der Burgstraße seinen Platz findet, ein betastbares Bronzemodell der Innenstadt, Schließfächer und ein Konzept für den Wochenmarkt inklusive Bürgerbeteiligung nun auch zwei Trailer-Bühnen beantragt. Dies sind Bühnen, die ohne Aufbau mittels Zugmaschine platziert werden können. Der Aufbau von Podesten wird so überflüssig. Wie Feddermann auf Nachfrage sagte, sollen die Bühnen nachhaltig zur Belebung der Innenstadt beitragen: „Veranstaltungen beleben die Stadt besonders.“ Das Aufbau von Bühnen sei teuer. Mit den zwei mobilen Bühnen sei die Stadt schneller, flexibler und günstiger.
Eingesetzt werden dürfen die Bühnen laut Feddermann aber nur im Fördergebiet, also zwischen Familienzentrum und Pferdemarkt, Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, Stiftsmühle, Großem Sett und Ellernfeld. Und auch nur bei den Veranstaltungen der Stadt, denn vermietet werden dürfen die Anhänger nicht. Damit kämen sie beispielsweise fürs Stadtfest, Maibaumaufstellen und das Fest der Kulturen infrage.
Wettbewerb mit hohen rechtlichen Hürden verbunden
Auch bei den Social-Media-Werbestrategien wird etwas abgespeckt. Die Beteiligung bei „Ebay-deine-Stadt“ erwies sich als nicht förderfähig, wird aber umgesetzt. Ein Wettbewerb für die Teilnahme beim Internetkanal „Teleshopping Ostfriesland“ wäre mit hohen rechtlichen Hürden für die Teilnehmer verbunden. Darauf soll verzichtet werden. Entsprechend schrumpft hier das Budget um rund 35.000 Euro.
Ein Projekt, das im Laufe der Planungen schon über Bord gegangen war, taucht jetzt wieder auf. Die Stadt will die gastronomischen Betriebe unterstützen, wenn sie im To-go- und Liefergeschäft ab 2023 auf Mehrwegverpackungen umsteigen müssen. Die Stadt will dabei die Startgebühr für die Betriebe in Höhe von 100 Euro übernehmen.
Für die gewünschte mobile Begrünung des Marktplatzes bleibt laut Feddermann durch die Veränderungen bei einigen Projektbudgets auch mehr Geld übrig.
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